Die ARC Raiders Expedition Nummer fünf ist die letzte ihrer Art für lange Zeit: Embark Studios hat am 21. August bestätigt, dass das Fortschrittssystem nach diesem Durchgang bis Anfang 2027 pausiert. Wer noch offene Skillpunkte, Stash-Plätze oder das Zenith-Outfit einsammeln will, hat dafür ein festes Zeitfenster im September — und danach mehrere Monate lang nicht.
⚠️ Das Fenster: 8. bis 29. September
Das Anmeldefenster öffnet am 8. September um 13:00 Uhr MESZ und schließt am 29. September um 10:00 Uhr MESZ. Ein „Last Call" wie bei früheren Expeditionen gibt es diesmal nicht.
Anmeldefenster ohne Last Call: Was sich am Ablauf ändert
Der Ablauf bleibt im Kern derselbe: Zuerst wird die Caravan gefüllt, was jederzeit zwischen zwei Expeditionen möglich ist. Anschließend muss man sich während des offenen Fensters aktiv anmelden, eine Challenge abschließen und reist am 29. September gemeinsam mit allen anderen Angemeldeten ab. Eine gefüllte Caravan allein zählt ausdrücklich nicht als Anmeldung.
Drei Dinge sind neu, und zwei davon sind Reaktionen auf Kritik aus der Community:
| Änderung | Status | Was das heißt |
|---|---|---|
| Fenster von zwei auf drei Wochen verlängert | ✅ | Mehr Puffer für Gelegenheitsspieler |
| Quest-Reset wird optional | ✅ | Fortschritt in der Questreihe bleibt auf Wunsch erhalten |
| Last-Call-Funktion entfällt | ❌ | Wer die Anmeldung verpasst, ist raus |
Der optionale Quest-Reset ist die spürbarste Änderung. Bislang wurde die Questreihe nach jeder Expedition zurückgesetzt, was Embark selbst als „repetitiv" beschreibt. Wer sie künftig behalten will, verliert damit allerdings den bisherigen Weg zum Hullcracker-Blueprint — Embark kündigt dafür alternative Bezugsquellen an, nennt sie aber noch nicht.
Zenith-Outfit, Stash-Platz und Skillpunkte
Wer die Expedition abschließt, bekommt das vollständige Zenith-Outfit, sogenannte Mystery Rewards, zwölf zusätzliche Stash-Plätze bis zu einer Obergrenze von 60 sowie Skillpunkte. Bei den Punkten gelten zwei Grenzen: Der Bonus aus Expeditionen ist bei 15 gedeckelt, und ein Nachholen verpasster Punkte ist auf fünf pro Expedition beschränkt, an den Stash-Wert gekoppelt und erst ab der zweiten Expedition verfügbar. Wer alle 15 beisammen hat, für den entfällt die Nachhol-Option.
Dazu kommen die Consecutive Buffs — XP-Boost, Scrappy-Materialien und ein erhöhter Reparaturwert —, die bei drei Stufen ihr Maximum erreichen.
Pause bis 2027: Warum Embark das System anhält
Die eigentliche Nachricht steht am Ende der Ankündigung. Embark hält Expeditionen nach diesem Durchgang an, um sie grundlegend zu überarbeiten. Die genannten Baustellen: zu enge Abreisefenster, die Belohnungsstruktur und die Zugänglichkeit für neue Spieler.
Some of the issues you've raised, like the tight departure windows, the reward structure, and accessibility for new players, need more than incremental fixes. They call for bigger changes.
— Embark Studios, arcraiders.com, August 2026
Während der Pause bleiben erspielte Consecutive Buffs erhalten. Caravans werden dagegen zurückgesetzt: Teilweise gefüllte Caravans werden in Ermal-Voucher gleichen Werts umgewandelt, die sich für Ermal-Angebote einsetzen oder gegen Coin verkaufen lassen. Wer alle fünf Expeditionen abgeschlossen hat, hat das Zenith-Outfit damit vollständig freigeschaltet.
Parallel dazu pausieren auch die Trials: Die laufende Season endet am 22. September, danach ruht das System zwei Wochen bis zum 8. Oktober — dem Erscheinungstag des großen Frozen-Trail-Updates.
Die Pause ist ein Eingeständnis, keine Ankündigung
Ein Studio hält ein Fortschrittssystem nicht für ein halbes Jahr an, wenn es funktioniert. Die drei genannten Punkte — enge Fenster, Belohnungen, Einstiegshürde — beschreiben ziemlich genau das Problem, das Expeditionen für Spieler mit unregelmäßiger Spielzeit hatten: Ein System, das feste Termine verlangt, passt schlecht zu Leuten, die zwei Abende pro Woche spielen und nicht wissen, welche.
Die Sofortmaßnahmen ändern daran wenig. Drei statt zwei Wochen Fenster und ein optionaler Quest-Reset sind sinnvolle Korrekturen, aber sie lösen das Grundproblem nicht — sonst bräuchte es die Pause nicht. Dass gleichzeitig der Last Call wegfällt, wirkt in dieser Kombination unglücklich: Das Fenster wird großzügiger, die Nachsicht am Ende dafür kleiner.
Praktisch ergibt sich daraus eine klare Trennung. Wer kurz vor Expedition fünf steht, sollte den September einplanen, weil die Alternative ein Wartezimmer bis Anfang 2027 ist. Alle, die weiter zurückliegen, können dagegen entspannt bleiben: Buffs bleiben erhalten, angefangene Caravans gehen nicht verloren, und ein überarbeitetes System dürfte für Nachzügler eher besser als schlechter sein. Der Rat „jetzt oder nie" gilt hier ausdrücklich nur für die, bei denen ohnehin nur noch ein Schritt fehlt.
Offen bleibt, wie tief der Umbau reicht. Embark will im September Details nennen. Ob daraus ein System wird, das ohne Kalendereintrag funktioniert, lässt sich vorher nicht beurteilen — die Formulierung „bigger changes" lässt bewusst alles offen. Bis dahin bleibt ARC Raiders für Koop-Runden ohnehin auch ohne Expeditionen spielbar, wie schon beim Forgotten-Relics-Event im Juni. Und wer Extraction-Shooter grundsätzlich mag, findet die Terminfrage in ähnlicher Form auch bei Hunt: Showdown wieder.
Im September will Embark Details nennen; bis dahin ist das Fenster vom 8. bis 29. September die einzige belastbare Angabe. Wie ihr es mit solchen Terminen haltet, ist unten die interessantere Frage.
