Dawn of War 4 Multiplayer ist jetzt erstmals in voller Länge zu sehen — und die Entwickler haben sich dafür selbst bekämpft. King Art Games hat einen rund 15-minütigen „Battlefield Report" veröffentlicht, in dem Creative Director Jan Theysen und Senior Game Designer Elliott Verbiest in einem 1v1 gegeneinander antreten.

Space Marines vs. Orks — das steckt im Battlefield Report

Das Match zeigt Space Marines gegen Orks auf einer der kleineren Karten des Spiels. Trotz der kompakten Größe wird deutlich, wie unterschiedlich beide Fraktionen ticken.

Die Space Marines unter Theysen setzen auf Präzision: Elite-Trupps, orbitale Verstärkung, die direkt ins Gefecht abgeworfen wird, und gezielte Bombenangriffe zum Einkreisen des Gegners. Die Orks hingegen — gespielt von Verbiest — nutzen ihre Fähigkeit, fast überall auf der Karte Gebäude zu errichten, um früh Territorium zu sichern und den Gegner unter Druck zu setzen. Die Waaagh!-Leiste füllt sich durch schiere Masse und schaltet schwere Einheiten wie den Gorkanaut frei.

Kartenkontrolle und Ressourcenpunkte stehen von der ersten Minute an im Mittelpunkt — wer die Energieknoten hält, kontrolliert den wirtschaftlichen Fluss der Partie. Eine wichtige Detail-Info aus dem Video: Upgrades an Powerknoten lassen sich übernehmen, und Forschung kostet keine Ressourcen.

Dawn of War 4 Multiplayer: Größere Karten kommen

Das gezeigte Match findet auf einer der kleinsten verfügbaren Maps statt. Die Entwickler haben bestätigt, dass zum Release deutlich größere Schlachtfelder zur Verfügung stehen werden — die Partie dient also eher als komprimierter Einblick in die Kernmechaniken als als Maßstab für die Gesamtscala des Spiels.

Zum Launch stehen drei kompetitive Multiplayer-Formate bereit:

  • 1v1
  • 2v2
  • 3v3

Dazu kommen Skirmish gegen KI, kooperative Kampagne und der bereits aus Dawn of War II bekannte Last Stand-Modus.

Vier Fraktionen, vier Spielstile

Im fertigen Spiel sind vier Fraktionen spielbar, jede mit eigenem Charakter:

FraktionSpielstil
Space Marines (Blood Ravens)Elitetruppen, orbitale Schläge, Momentum
OrksMasse, freie Bauzone, Waaagh!-Mechanik
NecronsLangsamer, unerbittlicher Druck, Energiematrix
Adeptus MechanicusNetzwerk-Buffs, Fernkampf, Synergie — Serienerstling

Der Adeptus Mechanicus feiert in Dawn of War IV seine Premiere als spielbare Fraktion — eine willkommene Ergänzung für alle, die die Maschinenpriester schon längst auf dem Schlachtfeld sehen wollten.

Rückkehr zu den Wurzeln — Abkehr von DoW III

Entwickler King Art Games aus Bremen hat mit Iron Harvest bewiesen, dass klassische Echtzeitstrategie ihr Fachgebiet ist. Der Ansatz für DoW4 ist eindeutig: Basenbau, Ressourcenmanagement und großangelegte Schlachten stehen wieder im Zentrum — weg vom MOBA-lastigen Experiment des dritten Teils aus dem Jahr 2017.

Die Story spielt rund 200 Jahre nach den Ereignissen von Dark Crusade, zurück auf dem Planeten Kronus. Autor John French von der Black Library hat das Drehbuch mitgeschrieben, was für Lore-Dichte spricht.

Release: 17. September 2026 auf PC (Steam). Käufer der Commander Edition dürfen ab dem 14. September loslegen.

Wie fällt euer erster Eindruck aus — sieht das nach dem Dawn of War aus, das ihr euch seit Jahren gewünscht habt, oder habt ihr noch Vorbehalte? Schreibt's in die Kommentare.