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Elf Filme aus zwei Reihen, dazu eine Serie, die zu Weihnachten startet: Die Frage nach der richtigen Harry Potter Reihenfolge kommt gerade wieder von allen Seiten. Diese Übersicht sortiert die Filme zweimal — einmal nach Erscheinungsjahr, einmal nach Handlung — und trennt beim Serienstart das Belegte vom Gerede.

Stand: 12. Oktober 2026

Angaben zur Serie stammen aus der Mitteilung von Warner Bros. Discovery und der HBO-Max-Seite zur Serie. Was wo im Abo läuft, ändert sich laufend; der Streaming-Hinweis weiter unten gilt für dieses Datum.

Harry Potter Reihenfolge nach Erscheinungsjahr: acht Filme in zehn Jahren

Bei der Hauptreihe laufen Erscheinen und Handlung parallel, Schuljahr für Schuljahr. Wer der Reihe nach schaut, macht nichts falsch:

  1. Der Stein der Weisen (2001)
  2. Die Kammer des Schreckens (2002)
  3. Der Gefangene von Askaban (2004)
  4. Der Feuerkelch (2005)
  5. Der Orden des Phönix (2007)
  6. Der Halbblutprinz (2009)
  7. Die Heiligtümer des Todes: Teil 1 (2010)
  8. Die Heiligtümer des Todes: Teil 2 (2011)

Hinter der Kamera wechselte es dreimal: Chris Columbus drehte die ersten beiden Teile, Alfonso Cuarón den dritten, Mike Newell den vierten, David Yates die letzten vier.

Teil 7 und Teil 8 sind ein einziger Roman auf zwei Kinostarts — wer nach Teil 1 aufhört, bleibt mitten in der Handlung stehen. Ab Teil drei sehen die Filme außerdem anders aus: dunkler, erwachsener, weniger Bilderbuch. Wer damals nach Teil zwei ausgestiegen ist, steigt genau dort wieder ein. Die komplette Reihe gibt es als Harry Potter Film-Collection auf Blu-ray*.

Sieben Romane wurden zu acht Filmen, und das zählt für die Serie

Die Rechnung geht auf, weil nur der letzte Band geteilt wurde. Für die Serie zählt das, denn deren Staffeln folgen den Büchern: acht Episoden für einen Stoff, den der Film in zwei Stunden erzählt hat — Platz für Kapitel und Nebenfiguren, die 2001 herausfielen.

Drei Tierwesen-Filme, sechs Jahrzehnte vor Hogwarts

Die zweite Reihe erzählt keine Vorgeschichte von Harry, sondern die des Konflikts zwischen Dumbledore und Grindelwald:

  1. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) — New York, 1926
  2. Grindelwalds Verbrechen (2018) — ab 1927, New York, London, Paris
  3. Dumbledores Geheimnisse (2022) — 1930er Jahre

Regie führte bei allen drei Teilen David Yates. Angekündigt waren einmal fünf Filme; Teil vier und fünf sind nie gedreht worden, die Reihe endet also mittendrin. Als Einstieg taugt sie schlecht, als Ergänzung für Kenner gut — es gibt sie auch als Phantastische-Tierwesen-Trilogie auf Disc*.

Fangt erst beim zweiten Durchgang chronologisch an

Wer streng nach Handlung schauen will, dreht die Reihen um. Zwischen Grindelwald und Harrys erstem Schuljahr liegen rund sechs Jahrzehnte:

Die Ordnung ist dann simpel: erst die drei Tierwesen-Filme in ihrer eigenen Reihenfolge, danach Harry Potter eins bis acht.

Die Tierwesen-Filme setzen aber voraus, dass man weiß, wer Dumbledore ist, und nehmen der Hauptreihe die Überraschungen weg. Beim ersten Mal führt das Erscheinungsdatum besser — genau wie bei Dune.

Was ist zur HBO-Serie wirklich bestätigt?

Warner Bros. Discovery hat den Start für Weihnachten 2026 angekündigt. Die erste Staffel heißt Der Stein der Weisen und umfasst acht Episoden; in Deutschland läuft sie exklusiv bei HBO Max. Für die USA nennen Branchenmedien den 25. Dezember, ein eigenes deutsches Datum steht in der Mitteilung nicht.

Offiziell genannt sind für die erste Staffel Dominic McLaughlin als Harry, Arabella Stanton als Hermine und Alastair Stout als Ron, dazu John Lithgow als Dumbledore, Janet McTeer als McGonagall, Paapa Essiedu als Snape und Nick Frost als Hagrid.

Drehbuch und Showrunning liegen bei Francesca Gardiner, Mark Mylod inszeniert mehrere Folgen. Staffel zwei zur Kammer des Schreckens ist bestellt, ein Termin dafür nicht.

Nicht bestätigt ist zweierlei, das trotzdem herumgereicht wird: der Drehbeginn für Staffel zwei im Spätsommer 2026 stammt aus Produktionslisten, nicht von HBO. Und ob die Folgen wöchentlich oder am Stück kommen, steht nirgends offiziell.

11 Filme, ein Anbieter, wandernde Lizenzen

Alle elf Filme sind derzeit im Abo von HBO Max gelistet — beim selben Dienst, bei dem auch die Serie erscheint. Das ist eine Momentaufnahme: Lizenzen wandern, gerade bei dieser Reihe. Vor dem Marathon lohnt der Blick in die App mehr als jede Liste im Netz.

Serie schauen statt Filme nachholen

Zwischen heute und dem Serienstart liegen rund zehn Wochenenden — elf Filme heißt also gut einen pro Wochenende. Machbar, aber ein Projekt, kein Abend. Die ehrlichere Frage ist, ob es sich lohnt: Für die Serie braucht ihr keinen einzigen der Filme. Staffel eins adaptiert denselben Roman wie Film eins und erzählt ihn von vorn. Vorwissen ist kein Vorteil, im Zweifel ein Nachteil, weil jeder Unterschied zur gewohnten Fassung sofort auffällt.

Wer trotzdem nachholen will, hält es kurz: Hauptreihe in Erscheinungsreihenfolge, Tierwesen später oder gar nicht. Dieselbe Abwägung stellt sich bei den Videospielverfilmungen und bei Die Ringe der Macht.

Offen bleibt, wie viele Staffeln finanziert sind: Sieben Bücher heißen sieben Staffeln nur, solange die Quoten mitspielen. Bei einer Besetzung, die sichtbar altert, ist das Tempo zwischen den Staffeln das größte Risiko der Produktion. Wer dazu eine Einschätzung hat, findet unten Platz dafür.

Quellen