Metro 2039 wurde auf dem Xbox Games Showcase 2026 mit dem ersten richtigen Gameplay-Trailer der Öffentlichkeit präsentiert — und der Clip lässt keinen Zweifel daran, dass 4A Games die düsterste Folge der Reihe abliefern will. Rund drei Minuten In-Engine-Footage reichen aus, um zu verstehen: Das Post-Apokalypse-Setting bekommt eine neue, bittere Schärfe.
Metro 2039: Story, Schurke und eine zerrissene Welt
Das Spiel spielt — wenig überraschend — im Jahr 2039, etwa ein Vierteljahrhundert nach dem nuklearen Kollaps, der die Menschheit in die Tunnelsysteme unter Moskau getrieben hat. Die überlebenden Fraktionen sind inzwischen unter einem einzigen Banner vereint: dem Novoreich, angeführt von Hunter, einem ehemaligen Spartan-Ranger, der sich vom Beschützer zum fanatischen Führer gewandelt hat. Sein Regime hält das Volk mit Propaganda und Angst in Schach — und bereitet es auf einen neuen Krieg an der Oberfläche vor, gegen einen Feind, den niemand zu kennen scheint.
Der Protagonist heißt The Stranger — ein Einzelgänger, der im Exil an gewaltsamen Wachträumen leidet. Als Geister seiner Vergangenheit ihn aus der Isolation treiben, kehrt er in die zerstörten Tunnel Moskaus zurück. Die Geschichte wurde in enger Zusammenarbeit mit Buchreihen-Autor Dmitry Glukhovsky entwickelt, basiert jedoch nicht auf einem seiner Romane, sondern ist eine eigenständige Originalgeschichte im Metro-Universum.
„Die Konsequenzen des Krieges – die Kosten des Schweigens, die Schrecken der Tyrannei und der Preis der Freiheit." — Executive Producer Jon Bloch über die Kernthemen von Metro 2039
Wie der echte Krieg das Spiel geformt hat
4A Games ist ein ukrainisches Studio — und das spürt man. Die Entwicklung lief mitten im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine: mit Stromausfällen, Generatoren und dem ständigen Druck durch Raketen- und Drohnenangriffe. Dieses Trauma ist direkt ins Spieldesign geflossen. Das Team beschreibt Metro 2039 ausdrücklich als das dunkelste Kapitel der gesamten Franchise — eine Aussage, die angesichts der Spielgeschichte des Studios schwer wiegt.
Gameplay: Was der Trailer zeigt
Der Gameplay-Trailer macht deutlich, dass Metro 2039 die klassische Mischung aus Stealth, Survival und Erkundung fortsetzt — aber ausbaut.
Tunnel und Oberfläche
Anders als man vielleicht erwarten würde, spielt sich ein erheblicher Teil des Gezeigten oberirdisch ab. Verfallene Ruinen, patroullierende Soldaten des Novoreich, weite Außenbereiche — all das wechselt sich mit den klaustrophobischen, pechschwarzen Tunneln unter Moskau ab. In den Tiefen lauern mutierte Kreaturen, gegen die Nachtsichtgeräte unverzichtbar sind.
Neues Werkzeug, bewährte Mechaniken
Zwei neue Ausrüstungsgegenstände stechen aus dem Trailer heraus:
- The Shatun — eine neue Stealth-Waffe, die im Trailer erstmals in Aktion zu sehen ist
- Breaching Charge — ein neues Sprengmittel für taktisches Vorgehen
Dazu kommen die bekannten diegetischen Survival-Elemente, die die Reihe auszeichnen: keine aufdringlichen HUD-Einblendungen, stattdessen Uhren am Handgelenk, physische Filter für die Gasmaske und ein konsequent in die Spielwelt integriertes Interface.
Grafik und Engine
Metro 2039 läuft auf der hauseigenen 4A Engine, die seit Metro Exodus: Enhanced Edition mit Echtzeit-Raytracing bekannt ist. Im Trailer ist der Qualitätssprung gegenüber dem Vorgänger deutlich sichtbar — Licht, Schatten und Umgebungsdetails wirken noch greifbarer als zuvor.
Plattformen und Release-Fenster
| Plattform | Verfügbar | |
|---|---|---|
| PlayStation 5 | ✅ | |
| Xbox Series X\ | S | ✅ |
| PC (Steam) | ✅ | |
| PC (Epic Games Store) | ✅ | |
| Xbox on PC | ✅ | |
| Last-Gen (PS4 / Xbox One) | ❌ |
Das Spiel ist ausschließlich für Current-Gen und PC geplant — kein Last-Gen-Support. Auf Steam und im Epic Games Store lässt es sich bereits auf die Wunschliste setzen.
Gut informiert: Was Einsteiger wissen müssen
Wer die Vorgänger nicht kennt, muss keine Angst haben. Metro 2039 ist als eigenständiger Einstiegspunkt konzipiert, mit einem neuen Protagonisten und einem neuen Cast. Veteranen der Serie werden die Verbindungen zum etablierten Universum erkennen — aber vorausgesetzt wird die Kenntnis der Vorgänger nicht.
Die Reihe selbst geht auf Glukhowskys Roman Metro 2033 zurück, den 4A Games 2010 erstmals als Spiel adaptierte. Mit Metro: Last Light (2013) und Metro Exodus (2019) folgten zwei weitere Hauptteile. Metro 2039 ist der vierte mainline Eintrag.
Welchen Aspekt von Metro 2039 findet ihr bisher am interessantesten — das politisch aufgeladene Setting, den neuen Protagonisten oder das Gameplay-Gleichgewicht zwischen Tunneln und Oberfläche? Schreibt's in die Kommentare oder diskutiert's direkt auf unserem Discord!
