Das No Man's Sky Voyagers-Update hat die Art, wie wir uns durch die Galaxis bewegen, von Grund auf neu gedacht. Mit Update 6.00, das am 27. August 2025 für PC, PS5 und Xbox erschien, liefert Hello Games die wohl umfangreichste Spielmechanik seit Jahren — und das wie immer kostenlos.

Der Corvette-Bau: Dein Schiff, deine Regeln

Das Herzstück des Voyagers-Updates ist eine brandneue Schiffsklasse: die Corvette. Anders als alle bisherigen Raumschiffe in No Man's Sky wird die Corvette nicht gefunden oder gekauft, sondern Stück für Stück selbst zusammengebaut. Über das Corvette-Workshop-Terminal auf Raumstationen kannst du Hüllensektionen, Triebwerke, Waffen, Flügel, Fenster und Übergänge modular kombinieren. Das Ergebnis ist ein Schiff, das komplett deiner eigenen Vorstellung entspricht — von einem kompakten Einmannfrachter bis zu einem mehrstöckigen Raumkreuzer.

Drei Habitationsklassen

Wer innen wie außen einen stimmigen Look will, wählt aus drei verschiedenen Hab-Stilen:

  • Titan — Militärisch, vollgepackt mit Knöpfen, Anzeigen und Kontrollpanelen
  • Thunderbird — Roh und pragmatisch, inspiriert von Outlaw-Ästhetik mit freiliegenden Leitungen
  • Ambassador — Futuristisches 70er-Sci-Fi-Design mit klaren Linien und Glasflächen

Die Inneneinrichtung passt sich automatisch dem gewählten Hab-Stil an. Mehrere Habitations-Module lassen sich horizontal oder vertikal stapeln, Treppen verbinden Stockwerke — die Komplexität ist nach oben offen.

Module sammeln und verbauen

Strukturmodule fürs Äußere findet man durch Erkunden: vergraben auf Planeten, in verlassenen Frachtern, als Piratenbeute oder als Missionsbelohnung. Für das Innere hingegen gelten die gleichen Regeln wie beim Basisbau — Materialien werden direkt verbraucht, die Anzahl der platzierbaren Objekte kennt keine Obergrenze (abgesehen vom spielweiten Limit von 16.000 Objekten). Praktische Einbauten wie ein Refiner für Dreistoff-Rezepte, eine Nutrition Unit oder sogar eine Living Wall für Pflanzenanbau verwandeln das Schiff in eine echte mobile Basis.


Spacewalking und neue Bewegungsfreiheit

Mit dem Voyagers-Update verlässt du dein Cockpit — und zwar buchstäblich. Durch jeden Ausgang der Corvette kannst du direkt in den offenen Weltraum treten und schwebend um dein Schiff herumschweben oder mit dem Jetpack zu einem anderen Spieler-Schiff überwechseln. Das ist kein Gimmick: Hello Games musste dafür das komplette Physiksystem grundlegend umbauen, damit sich Spieler stabil auf einem sich bewegenden Fahrzeug aufhalten können — während das Schiff gerade auf Warp-Geschwindigkeit einen Planeten ansteuert.

Zusätzlich wurde Skydiving eingeführt: Die Corvette in der Atmosphäre parken, die Luke öffnen und direkt in die Tiefe springen. Der Autopilot übernimmt derweil das Steuer und steuert Raumstationen oder Planetenoberflächen selbstständig an.


Multiplayer auf einem neuen Level

Die Corvette ist kein Solo-Spielzeug. Bis zu mehrere Spieler können gleichzeitig an Bord sein — als Pilot, als Passagier oder als Techniker, der während des Fluges noch schnell einen Refiner einbaut. Ein bordeigenes Mission Radar ermöglicht es, direkt vom Schiff aus Aufträge anzunehmen und abzuschließen. Über einen speziellen Teleporter am Ausgang können Passagiere sich auch auf schwer zugängliches Terrain beamen, während das Schiff in der Luft bleibt.


Spielerzahlen und Langzeitwirkung

Das Update hat messbare Spuren hinterlassen: No Man's Sky erreichte nach dem Release der Voyagers-Version über 110.000 gleichzeitige Spieler auf Steam — der höchste Wert seit 2018. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines konsequenten Update-Kurses, den Hello Games seit dem holprigen Launch im Jahr 2016 verfolgt. Seitdem hat das Studio das Spiel mit über 40 benannten Major-Updates grundlegend transformiert.

Was technisch unter der Haube steckt, ist dabei nicht zu unterschätzen: Die Mehrspieler-Physik für bewegliche Fahrzeuge, die in Voyagers debütiert, ist dieselbe Technologie, die Hello Games für ihr nächstes Projekt Light No Fire entwickelt — ein Fantasy-Spiel auf einem Planeten in Erdgröße, in dem große Schiffe und gemeinsame Crews ebenfalls zentral sein sollen.


Was steckt in Update 6.00 auf einen Blick

FeatureDetails
Corvette-KlasseModulares Schiff, komplett selbst gebaut
Habitations-StileTitan, Thunderbird, Ambassador
SpacewalkingFrei im All schweben, Jetpack, Schiff zu Schiff
SkydivingAus der Corvette direkt in die Atmosphäre
AutopilotRaumstationen, Planeten, Missionen
MultiplayerMehrere Spieler an Bord, Mission Radar
GrafikVerbessertes Glas-Rendering, DLSS 4
ExpeditionCommunity-Event zum beschleunigten Erstbau

Noch mehr Kosmetik und Lebensqualität

Neben dem Corvette-System bringt Voyagers auch einen neuen, detailreichen Raumanzug sowie Verbesserungen an Glasoberflächen durch ein neues Rendering-Modell. Cockpits, Fenster und Aquarien wirken schärfer und stabiler als zuvor. Außerdem wurde DLSS 4 integriert, was PC-Spieler mit kompatiblen Nvidia-Karten direkt zugute kommt.

Kleinere, aber spürbare Änderungen: Mehr Planeten mit vergrabenen Fossilien und Schrottresten, Schrottcontainer werden nicht länger von Sentinels bewacht, und die Steuerung lässt sich plattformübergreifend vollständig konfigurieren.

Habt ihr eure erste Corvette schon fertig, oder wartet ihr noch auf den perfekten Build? Schreibt's in die Kommentare oder teilt eure Schiffe im Discord!