Project Sirius, der rätselhafte Witcher-Multiplayer-Ableger von CD Projekt Red, sorgt mal wieder für Gesprächsstoff — denn aktuelle Gerüchte zeichnen ein überraschend konkretes Bild davon, was das Spiel werden könnte. Laut einem Bericht des Insider-Portals MP1st soll es sich um ein Free-to-Play Co-op Action-RPG für PC und Mobile handeln — weit entfernt von dem, was Fans eines klassischen Witcher-Spiels erwarten würden.
Was steckt hinter Project Sirius?
CD Projekt Red enthüllte den Codenamen „Sirius" im Oktober 2022 im Rahmen einer Investoren-Präsentation. Damals war klar: Das Projekt entsteht im Witcher-Universum, bietet sowohl einen Singleplayer-Modus als auch Multiplayer-Elemente — und soll sich deutlich von bisherigen CDPR-Titeln abheben. Entwickelt wurde es ursprünglich beim Boston-ansässigen Studio The Molasses Flood, das CDPR bereits 2021 übernommen hatte. Das Team war zuvor für Indie-Spiele wie The Flame in the Flood und Drake Hollow bekannt.
Der Weg war alles andere als ruhig: Anfang 2023 musste CDPR gegenüber Investoren einräumen, dass Umfang und wirtschaftliches Potenzial des ursprünglichen Konzepts neu bewertet werden mussten. Der Neustart kam, 29 Stellen beim Molasses Flood wurden gestrichen, und das Projekt begann mit einem neuen Framework. Im April 2025 wurde The Molasses Flood schließlich vollständig in CD Projekt Red integriert und hörte als eigenständiges Studio auf zu existieren.
Project Sirius als Free-to-Play Co-op — das steckt im Leak
Den aktuellen Berichten zufolge soll das Spiel im Jahr 1230 angesiedelt sein — einer Ära, in der Geralt von Riva noch ein junger Hexer war. Das Interessante: Spieler würden erstmals in der Seriengeschichte eigene Hexer-Charaktere erstellen können, inklusive Anpassung von Geschlecht und Aussehen. Im Gameplay-Fokus stehen kooperative Monsterjagden durch klassische Witcher-Schauplätze — düstere Wälder, lebhafte Dörfer, verfallene Ruinen.
Das Kampfsystem soll dabei auf einem fertigkeitsbasierten Mechanik-Gerüst aufbauen. Spieler können aus Fähigkeiten verschiedener Hexer-Schulen wählen und ihren Spielstil über Zeichen-Magie sowie Tränke weiter individualisieren. Klingt nach einem soliden Fundament — wenn auch für eine Franchise, die bisher auf epische Einzelspieler-Narrative gesetzt hat, ein gewaltiger Kurswechsel.
Zwei Projekte, ein Universum — die Verwechslungsgefahr ist real
Wer jetzt verwirrt ist: Berechtigt. Neben Project Sirius kursieren nämlich auch Berichte über ein weiteres, noch nicht angekündigtes Witcher-Spiel — ebenfalls Free-to-Play, ebenfalls für PC und Mobile, aber offenbar ein komplett separates Projekt. Dieses soll im Zusammenhang mit Scopely stehen, dem Mobile-Publisher hinter Monopoly GO! und Marvel Strike Force. CDPR bestätigte Anfang 2025 eine Partnerschaft mit Scopely für einen Titel auf Basis eines ihrer Kernfranchises — ohne weiteres Detail.
Sirius hingegen ist stärker in CDPR selbst verankert: Es soll einen Singleplayer-Modus enthalten und aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf Konsolen erscheinen. Die klare Abgrenzung zwischen beiden Projekten ist momentan aber noch nicht möglich — zu wenig ist offiziell.
| Project Sirius | Scopely-Projekt (Gerücht) | |
|---|---|---|
| Plattformen | PC, Konsole (wahrscheinlich) | PC, Mobile |
| Modell | Unbekannt | Free-to-Play |
| Studio | Ex-Molasses Flood / CDPR intern | Scopely (extern) |
| Status | Aktiv in Entwicklung | Unbestätigt / sehr früh |
| Solo-Modus | Ja (geplant) | Unbekannt |
Wann kommt Project Sirius?
Einen Releasetermin gibt es schlicht nicht — und einen Trailer oder Gameplay-Material schon gar nicht. Offiziell befindet sich Sirius weiterhin in aktiver Entwicklung. CDPR selbst führt das Projekt neben The Witcher 4, einem Remake des ersten Witcher-Spiels sowie einem Cyberpunk-2077-Nachfolger als Teil seines aktiven Portfolios. Dass 2026 noch etwas davon zu sehen sein wird, gilt als unwahrscheinlich.
Immerhin: Im Mai 2026 wurde bekannt, dass ein erfahrener Autor — zuletzt am hochgelobten Destiny-2-Add-on The Final Shape beteiligt — als Lead Writer zu Project Sirius gestoßen ist. Das klingt nach Fortschritt hinter den Kulissen, auch wenn es nach außen hin noch ruhig bleibt.
Was haltet ihr von der Free-to-Play-Ausrichtung? Passt das zum Witcher-Universum — oder ist das ein Weg, den ihr bei CDPR nicht sehen wolltet? Schreibt's in die Kommentare oder diskutiert mit uns auf dem AKMG-Discord.
