Senua ist zurück — und diesmal trägt das Spiel nur ihren Namen. Beim Xbox Games Showcase 2026 hat Ninja Theory überraschend den dritten Teil der Hellblade-Reihe enthüllt, der schlicht Senua heißt und damit eine bewusste Abkehr vom bisherigen Serientitel markiert.

Senua statt Hellblade 3: Ein neuer Anfang

Kein „Hellblade III", kein Untertitel — nur ein Name. Studio-Chef Dom Matthews erklärte dazu, dass der Titel genau das widerspiegle, was das Spiel sein soll: etwas grundlegend Neues und Anderes. Inhaltlich knüpft die Geschichte direkt an die Ereignisse beider Vorgänger an: Senua ist zwischen Leben und Tod gefangen, gefangen in einer zerbrochenen Vision des Fegefeuers — ihrer Kindheitsheimat. Ihr Ziel ist es, das Jenseits zu erreichen und die Menschen wiederzufinden, die sie geliebt hat und verloren hat.

Mehr Gameplay, mehr Freiheit

Das größte Signal des Reveal-Trailers ist das deutlich gewachsene Gameplay. Ninja Theory hat aus dem Feedback zu Hellblade II gelernt: Viele Spielerinnen und Spieler liebten Atmosphäre und Story, wünschten sich aber mehr Handlungsspielraum. Diesen soll Senua nun liefern — mit einem ungefähr gleichmäßigen Dreiklang aus Kampf, Erkundung und Rätseldesign. Der Kampf selbst wirkt deutlich taktischer: Im Trailer sind Stealth-Angriffe und das Werfen von Waffen zu sehen, was auf mehr Spieltiefe hindeutet.

Interconnected World statt Open World

Die Spielwelt besteht aus miteinander verbundenen, großzügigen Arealen — kein klassisches Open World, aber auch kein enger Schlauch. Die Geschichte bleibt linear, Senua bekommt jedoch neue Fortbewegungsfähigkeiten, um diese größeren Räume zu durchqueren. Matthews beschrieb das Konzept als "taktische Wahl": Spielende können selbst entscheiden, wie und ob sie einen Kampf angehen.

Standalone-Einstieg möglich

Ein weiterer wichtiger Punkt: Senua soll laut Ninja Theory auch ohne Kenntnisse der Vorgänger zugänglich sein. Das Spiel ist als eigenständige Geschichte konzipiert, die zwar auf dem Hellblade-Universum aufbaut, aber keinen Pflicht-Backlog voraussetzt. Damit öffnet das Studio die Reihe für ein deutlich breiteres Publikum.

Plattformen, Release und Game Pass

Das Spiel kommt gleichzeitig auf PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC (Steam). Anders als Hellblade II, das zunächst als Xbox-Exklusivtitel startete, wird Senua von Beginn an auf allen Plattformen verfügbar sein. Zusätzlich ist der Launch im Xbox Game Pass bestätigt, und das Spiel unterstützt Xbox Play Anywhere.

Was bleibt vom Hellblade-Gefühl?

Die Reihe ist bekannt für ihre authentische Darstellung von Psychose, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern und Fachleuten für psychische Gesundheit. Dazu gehört auch die charakteristische Binaural-Audio-Technologie, die Stimmen im Kopf der Protagonistin räumlich erlebbar macht. Ob und wie stark diese Elemente in Senua weitergeführt werden, hat Ninja Theory noch nicht im Detail verraten. Im Trailer sind die flüsternden Stimmen aber bereits zu hören — ein gutes Zeichen.


Hellblade II bekam auf Metacritic einen Score von 81 und wurde für elf BAFTA-Preise nominiert — die Messlatte ist also gesetzt. Ob Ninja Theory mit dem frischeren, spielerisch ambitionierteren Ansatz von Senua den nächsten Schritt macht, werden wir 2027 sehen. Was denkt ihr — ist der Richtungswechsel hin zu mehr Action der richtige Schritt, oder riskiert das Studio damit das Besondere der Reihe zu verlieren? Schreibt es in die Kommentare oder diskutiert mit uns auf dem AKMG-Discord!