Die Skywalker-Saga sollte mit Episode 9 ein für alle Mal abgeschlossen sein — doch die Galaxis lässt uns einfach nicht los. Neue Berichte deuten darauf hin, dass mit einer geplanten Trilogie von Simon Kinberg genau dort weitergemacht werden könnte, wo The Rise of Skywalker aufgehört hat.
Was steckt hinter der Kinberg-Trilogie?
Ende 2024 wurde bekannt, dass Simon Kinberg eine brandneue Star-Wars-Trilogie schreiben und produzieren soll. Seitdem streiten sich Branchenmagazine darüber, was das Projekt eigentlich ist: Fortsetzung der Skywalker-Saga oder eigenständige neue Geschichte? Deadline positionierte die drei Filme früh als potenzielle Episoden 10, 11 und 12, während andere Quellen von einem völlig neuen Saga-Kapitel sprachen.
Den bisher konkretesten Einblick lieferte die scheidende Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy in einem Interview Anfang 2026: Kinberg habe ein umfangreiches 70-seitiges Treatment abgeliefert, und das Projekt bewege sich zügig vorwärts. Das klingt nicht nach einem Projekt, das in der Schublade verstaubt.
Wer ist Simon Kinberg überhaupt?
Der Name polarisiert. Auf der Habenseite: Kinberg hat die Animationsserie Star Wars Rebels mitentwickelt und dabei eng mit dem neuen Lucasfilm-Chef Dave Filoni zusammengearbeitet — das ist im aktuellen Star-Wars-Kosmos eine wichtige Verbindung. Auf der anderen Seite steht sein Ruf als Regisseur von X-Men: Dark Phoenix, einem der kritisch am schlechtesten bewerteten Marvel-Filme der letzten Jahre. Als reiner Autor und Produzent hat er jedoch deutlich besser abgeschnitten.
Episode 10, 11, 12 oder etwas ganz Neues?
Hier liegt der eigentliche Knackpunkt. Eine offizielle Bestätigung, dass die Kinberg-Filme als Episode 10, 11 und 12 firmieren werden, existiert bislang nicht. Kennedy selbst bezeichnete das Projekt als "die nächste Iteration" der Saga — etwas, das den Sternenkrieg in die Zukunft führt. Ob das mit offiziellen Episodennummern passiert oder als eigenständiger neuer Handlungsbogen, bleibt offen.
Klar scheint hingegen: Die Handlung soll sich nach den Ereignissen von Episode 9 abspielen, und der Fokus liegt auf dem Post-Sequel-Zeitalter.
Daisy Ridley als Rey — und das Chaos um ihren Solo-Film
Eng verknüpft mit der Kinberg-Trilogie ist Daisy Ridleys Zukunft im Universum. Gerüchten zufolge soll Rey in den neuen Filmen eine Schlüsselrolle übernehmen. Das wirft eine naheliegende Frage auf: Was wird dann aus ihrem geplanten Solo-Film?
Dieses Projekt kämpft seit seiner Ankündigung auf der Star Wars Celebration 2023 gegen eine beeindruckende Pechsträhne. Bereits vier Drehbuchautoren haben sich daran versucht — Damon Lindelof, Justin Britt-Gibson, Steven Knight und mittlerweile George Nolfi (Das Bourne Ultimatum). Unter dem Arbeitstitel New Jedi Order soll die Handlung rund 15 Jahre nach Episode 9 angesiedelt sein und zeigen, wie Rey einen neuen Jedi-Orden aufbaut.
Sollte Rey nun aber eine tragende Rolle in Kinbergs Trilogie spielen, könnte der Solo-Film schlicht überflüssig werden — oder still und leise eingestampft werden, ohne dass es jemand offiziell einräumt.
Was erwartet uns inhaltlich?
Konkrete Story-Details gibt es kaum, aber aus den verfügbaren Puzzleteilen lässt sich einiges ableiten:
- Zeitraum: Nach Episode 9, möglicherweise weit in der Zukunft des Sternenkriegs-Universums
- Rey als Ankerpunkt: Daisy Ridley könnte den roten Faden durch alle drei Filme bilden
- Neue Saga-Identität: Kennedy deutete an, dass die Trilogie eine eigenständige Erzählwelt aufbauen soll — kein bloßes Sequel-Sequel
- Ein Autor, ein Plan: Anders als die Sequel-Trilogie, bei der drei verschiedene Regisseure ohne einheitliche Vision gearbeitet haben, soll Kinberg alle drei Filme von Grund auf selbst verantworten
Gerade dieser letzte Punkt ist entscheidend. Die chaotische Entstehungsgeschichte der Episoden 7–9 — mit wechselnden Regisseuren, verworfenen Plotlinien und einem furiosen Finale, das viele Fans enttäuschte — soll sich offenbar nicht wiederholen.
Star Wars 2026 und danach: Der große Zeitplan
Während die Kinberg-Trilogie noch im Nebel liegt, hat Lucasfilm kurzfristig bereits gut zu tun:
| Film | Regie | Kinostart |
|---|---|---|
| The Mandalorian & Grogu | Jon Favreau | Mai 2026 |
| Star Wars: Starfighter | Shawn Levy | Mai 2027 |
| Kinberg-Trilogie (Teil 1) | Simon Kinberg | unbekannt |
| Rey Solo-Film (New Jedi Order) | Sharmeen Obaid-Chinoy | frühestens 2027/2028 |
Dazu kommen noch Projekte wie der Lando-Film von Donald Glover, Taika Waititis eigenständiger Film sowie James Mangolds Dawn of the Jedi — der allerdings laut Kennedy Anfang 2026 auf Eis gelegt wurde, weil er den Produktionsrahmen gesprengt hätte.
Warum das alles trotzdem mit Vorsicht zu genießen ist
Lucasfilm hat in den letzten Jahren eine lange Liste von Projekten angekündigt, die nie über das Planungsstadium hinausgekommen sind — von Patty Jenkins' Rogue Squadron bis zu Rian Johnsons eigener Trilogie. Entsprechend verständlich ist die Skepsis vieler Fans.
Der Unterschied bei Kinbergs Vorhaben: Es gibt ein fertiges Treatment, Kennedy äußerte sich öffentlich optimistisch, und der Mann hat mit Rebels bewiesen, dass er das Star-Wars-Universum versteht. Ob das reicht, um drei Kinofilme durch die Disney-Maschinerie zu bringen, ist eine andere Frage.
Was denkt ihr — braucht die Skywalker-Saga wirklich eine Fortsetzung, oder wäre ein echter Neustart der bessere Weg? Schreibt's in die Kommentare oder diskutiert direkt auf unserem Discord!
