Ein Star-Wars-Spiel ohne Lichtschwert-Duell und ohne Echtzeit-Geballer: In Star Wars Zero Company führt man eine Söldnertruppe rundenweise über taktische Karten, wie man es von XCOM kennt. Entwickelt hat es das junge Studio Bit Reactor zusammen mit Respawn Entertainment und Lucasfilm Games, herausgebracht von Electronic Arts. Seit dem 27. August 2026 läuft es auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.

Stand: 1. Oktober 2026

Das Spiel ist vollständig veröffentlicht, kein Early Access. Der jüngste Patch trägt die Nummer 1.1 und erschien am 9. September 2026.

Star Wars Zero Company: Rundentaktik in der Dämmerung der Klonkriege

Anders als in Ubisofts Open-World-Abenteuer Star Wars Outlaws steuert ihr hier keine einzelne Heldenfigur in Echtzeit, sondern eine ganze Einheit Zug für Zug. Die Geschichte spielt in der Schlussphase der Klonkriege und dreht sich um Hawks, einen in Ungnade gefallenen Offizier der Republik, der eine Söldnertruppe gegen eine korrumpierende Bedrohung aufstellt — ein Schattenkrieg abseits der großen Frontlinien.

Klontrooper, Scharfschützin, Mandalorianer, Jedi-Padawan

Vier feste Figuren begleiten Hawks von Anfang an: der Klonsoldat Trick, die Scharfschützin Luco Bronc, der Mandalorianer Cly Kullervo und die Tognath-Padawan Tel. Dazu lassen sich eigene Operatives anlegen und in Aussehen, Ausrüstung und Fähigkeiten anpassen. Zwischen den Figuren entstehen im Spielverlauf Bindungen, die laut Ankündigung „mächtige Kampf-Synergien" freischalten — ein System, das eher an Fire Emblem erinnert als an klassische XCOM-Klone. Zwischen den Einsätzen verwaltet ihr den Stützpunkt „The Den" auf dem Ring von Kafrene, wählt Missionen über eine Galaxiekarte und reist mit dem Schiff Caisson.

49,99 Euro, 16 GB RAM und eine GTX 1080 als Untergrenze

Angabe Wert
Release 27. August 2026
Plattformen PC (Steam, EA App, Epic), PS5, Xbox Series X|S
Standard Edition 49,99 Euro
Deluxe Edition 59,99 Euro, mit „Grand Army of the Republic"-Kosmetikpaket
Sprachen u. a. Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch

Für den PC nennt Steam als Minimum einen Core i5-8400 oder Ryzen 5 2600X, 16 GB RAM und eine GTX 1080, RX 5600 XT oder Arc B580 — Zielvorgabe sind dann 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde auf niedrigen Einstellungen. Für 1440p bei 60 Bildern auf hohen Details steigt das auf einen Core i7-10700K oder Ryzen 7 3700X, 32 GB RAM und eine RTX 3080 oder RX 7800 XT. Wer abschätzen will, ob der eigene Rechner das noch mitmacht, findet Anhaltspunkte in der Einordnung PC aufrüsten oder neu kaufen.

Patch 1.1 bleibt bei Fehlerkorrekturen und ändert die Balance nicht

Am 9. September 2026 hat EA Patch 1.1 veröffentlicht, nach eigenen Angaben mit über 60 Korrekturen. Im Zentrum stehen Stabilität und Bildrate: behoben wurden Abstürze, Ruckler und eine Beschädigung von Spielständen beim erzwungenen Beenden. Der „Beskar"-Modus, eine Ironman-Variante mit einem einzigen Speicherstand, hatte Spielstände zeitweise gelöscht — auch das ist erledigt. Spielerisch fällt eine Korrektur besonders auf: Angriffe mit 100 Prozent Trefferchance konnten bislang trotzdem danebengehen.

Eine Balance-Anpassung ist ausdrücklich nicht Teil des Updates — Fähigkeitskosten, Schadenswerte und Obergrenzen bleiben, wie sie waren. Besitzer älterer Nvidia-Karten der GTX-10- und RTX-20-Reihe können laut Patch Notes Bilder gewinnen, indem sie die Grafikoption „Umgebungsgeometrie-Detail" abschalten.

XCOM-Publikum statt Battlefront-Fans

Wer von Star Wars vor allem schnelle Action erwartet, liegt hier falsch: Es zählt die Planung vor dem Zug, nicht die Reaktion. Für Leute, die mit XCOM oder Fire Emblem etwas anfangen können und die Klonkriege abseits der bekannten Fronten interessant finden, passt Hawks' Truppe dagegen gut — eine Mission dauert selten länger als eine Stunde, das lässt sich auch in einzelnen Abenden spielen. Die Systemanforderungen sind dabei kein Nebensatz: 16 GB RAM als Minimum und eine GTX 1080 als Einstieg schließen ältere Rechner spürbar aus.

Offen bleibt, wie die Bindungen zwischen den Figuren über eine ganze Kampagne tragen — das steht in keinen Patch Notes. Wer weiter gekommen ist als die ersten Missionen, kann davon unten berichten.

Quellen