Stimmen, die mit der Entfernung leiser werden, und Mitspieler, die einen wieder auf die Beine holen: Das Subnautica 2 Buddy System ist als Early-Access-Update 1.2 seit dem 19. August 2026 live. Unknown Worlds liefert Proximity-Sprachchat, gegenseitiges Wiederbeleben, direkten Gegenstandstausch und zwei neue Charaktere. Das Update ist kostenlos und lädt sich auf Steam wie auf Xbox automatisch herunter.

Proximity Chat: Stimmen verschwinden mit der Entfernung

Der plattformübergreifende Sprachchat ist das Kernstück des Updates und arbeitet mit räumlicher Distanz. Wer nah beieinander taucht, hört sich klar und richtungsgenau. Mit wachsendem Abstand kippt die Stimme in ein Rauschen ab, bis sie auf lange Distanz vollständig abreißt. Drei Modi stehen bereit: dauerhaft an, Push-to-Talk oder komplett aus. Der Chat funktioniert zwischen Steam- und Xbox-Spielern in derselben Sitzung.

Als Gegengewicht zur begrenzten Reichweite kommt der Tracking Tag ins Spiel. Der Marker lässt sich in tragbare Behälter wie Spinde legen und dient als Kurzstreckenbake. Trägt man ihn beim Reprint in der Hand oder im Inventar, vergrößert sich die Reichweite der Blackbox — das erleichtert es, verlorene Ausrüstung wiederzufinden.

Wiederbeleben statt Reprint

Bislang endete jeder Tod im Koop gleich: zurück zum zugewiesenen Biobed, die Ausrüstung blieb an der Fundstelle liegen. Mit Update 1.2 können sich Spieler gegenseitig wiederbeleben, bevor der Reprint greift. Wer aufgeholfen bekommt, behält seine komplette Ausrüstung und erhält einen kleinen Sauerstoffvorrat zurück. Wer nicht warten will, entscheidet sich weiterhin für den sofortigen Reprint am Biobed.

Dazu kommt der direkte Tausch: Zwei Spieler können miteinander interagieren und Inventargegenstände unmittelbar austauschen, statt sie über einen Spind oder den Meeresboden umzuleiten. Fünf Emotes — Winken, Klatschen, Daumen hoch, Daumen runter und Frustration — sind über ein neues Radialmenü erreichbar und funktionieren im Wasser wie an Land.

Anything marked with a 🤿 indicates a change that came directly from community feedback! — Unknown Worlds, Patch Notes August 2026

Jegna und Grace kommen dazu

Die Charakteranpassung bekommt mit Jegna und Grace zwei zusätzliche Optionen sowie zwei neue Farbschemata. Wer bereits einen Charakter festgelegt hat, muss dafür nicht neu anfangen.

Sieben Häkchen und ein Vorbehalt in Update 1.2

Feature Status Kurz erklärt
Proximity Voice Chat Cross-Platform, Lautstärke sinkt mit der Distanz
Wiederbelebung Ausrüstung bleibt erhalten, kleiner O₂-Vorrat
Gegenstandstausch Direkt zwischen zwei Spielern
Emotes Fünf Stück über Radialmenü
Tracking Tag Kurzstreckenbake, erhöht Blackbox-Reichweite
Neue Charaktere Jegna und Grace plus zwei Farbschemata
Basisbau-Hilfslinien Ausrichtungslinien in der Platzierungs-UI
Early-Access-Umfang 🔄 Orange Zaunbegrenzung weiterhin aktiv

Basisbau und Multiplayer-Fixes räumen im Hintergrund auf

Abseits der Schlagzeilenfeatures steckt der größere Teil des Patches in Korrekturen, die vor allem Mitspieler in fremden Sitzungen betrafen. Solarpaneele stellten nach 45 bis 60 Minuten die Stromproduktion ein, sobald mehrere Basen im Spielstand existierten. Hydroturbinen hörten nach 120 bis 160 Minuten auf zu liefern. Metallfarmen produzierten weiter, obwohl die Oberfläche fehlenden Strom meldete — oder verloren die Versorgung, sobald die erste Farm einer Reihe fertig war.

Der Basisbau bekommt Ausrichtungslinien in der Platzierungs-Oberfläche, blockierende Objekte werden jetzt als Liste angezeigt, und der Mülleimer erfüllt endlich seinen Zweck: Eingeworfene Gegenstände verschwinden nach fünf Sekunden nacheinander. Dazu kommen Musik für Tufa-Zone, Thermalgebiet und North Coral Gardens sowie neue Frame-Generation-Modi 5x und 6x samt automatischer Auswahl für RTX-5000-Karten.

Wie viel ändert 1.2 an einer normalen Koop-Runde?

Die Wiederbelebung ist die Änderung mit dem größten Hebel. Ein Tod in der Tiefe bedeutete bisher eine lange Rückreise zur Leiche und im Zweifel den Verlust einer ganzen Tauchfahrt — genau die Sorte Rückschlag, die einen Abend kippen lässt. Dass die Ausrüstung am Körper bleibt, verschiebt den Tod vom Strafmechanismus zur Unterbrechung. Für Zweier- und Dreiergruppen ist das spürbarer als jedes einzelne neue Feature.

Der Proximity-Chat ist ein Gewinn für die Atmosphäre und ein Verlust an Komfort. Er belohnt Gruppen, die zusammen tauchen, und bestraft die typische Arbeitsteilung, bei der einer die Basis ausbaut, während der andere in einem entfernten Wrack sucht. Ein separater Team-Kanal ohne Distanzabfall ist in den Patchnotes nicht aufgeführt. Wer arbeitsteilig spielt, wird Discord parallel weiterlaufen lassen — und das dürfte sich mit der Zeit als Reibungspunkt herausstellen.

Auffällig ist der Umgang mit Rückmeldungen: Unknown Worlds markiert in den Patchnotes jede Änderung, die auf Community-Feedback zurückgeht, mit einem eigenen Symbol. Bei den Fehlerkorrekturen betrifft das den überwiegenden Teil der Einträge. Ein Qualitätsnachweis ist das nicht, wohl aber ein Hinweis darauf, wo die Priorisierung nach dem Early-Access-Start liegt: bei den gemeldeten Problemen und nicht bei neuen Inhalten.

Für alle, die bislang gewartet haben, ist 1.2 der bisher stabilste Stand. Die reparierten Strom-Bugs betrafen Kernsysteme, an denen längere Spielstände hängen. Der Early-Access-Zaun bleibt trotzdem bestehen, der Umfang wächst also weiter in Etappen.


Ob der Proximity-Chat Discord ersetzt, entscheidet sich nicht an der Technik, sondern daran, wie weit ihr euch im Wasser verteilt. Erfahrungsberichte aus Zweier- und Dreiergruppen sind in den Kommentaren willkommen.

Quellen