The Mandalorian & Grogu startet am 22. Mai 2026 in den deutschen Kinos — und mit ihm kehrt Star Wars nach sieben langen Jahren endlich auf die Kinoleinwand zurück. Die Frage, die sich Fans und Kritiker gleichermaßen stellen: Ist dieser Film wirklich das große Comeback, das das Franchise so dringend braucht — oder liefert Lucasfilm nur eine aufgeplusterte Serienepisode?
Star Wars kehrt ins Kino zurück
Der letzte Star-Wars-Film, der in deutschen Lichtspielhäusern lief, war Der Aufstieg Skywalkers — und der hat bis heute einen durchwachsenen Ruf. Seitdem verlagerte Lucasfilm sein gesamtes Storytelling auf Disney+, mit Serien wie Andor, Ahsoka und natürlich The Mandalorian, die zwischen 2019 und 2023 in drei Staffeln lief. Jetzt soll ausgerechnet eine Serien-Fortsetzung den großen Neustart einläuten.
The Mandalorian & Grogu wurde im Januar 2024 offiziell angekündigt. Ursprünglich war eine vierte Staffel der Serie geplant, die 2022/23 bereits vollständig ausgeschrieben war. Die SAG-AFTRA-Streiks brachten die Produktion zum Stillstand — und während der erzwungenen Pause überarbeiteten Jon Favreau und Dave Filoni die Konzepte grundlegend. Das Ergebnis: ein abendfüllender Kinofilm statt weiterer Serienfolgen.
Regie führt Favreau, der bereits als Schöpfer und Showrunner der Serie fungierte. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Filoni und Noah Kloor. Gedreht wurde der Film ab August 2024 ausschließlich in Kalifornien — ein Novum für einen Star-Wars-Kinofilm — und die Produktion war bis Dezember 2024 abgeschlossen.

Handlung, Cast und die Neue Republik
Die Geschichte knüpft direkt an Staffel 3 der Serie an. Din Djarin (Pedro Pascal) und sein kleiner Begleiter Grogu — vom Internet liebevoll „Baby Yoda" getauft — arbeiten inzwischen offiziell als Auftragnehmer für die Neue Republik. Ihr Auftrag: verbliebene imperiale Kriegsherren jagen, die nach dem Fall des Imperiums die Galaxis weiterhin destabilisieren.
In diese Mission verwickelt sich auch Rotta the Hutt, Jabba-Sohn und Gladiator — gespielt von Jeremy Allen White (The Bear). Als weitere Neuzugänge im Cast glänzt Sigourney Weaver als Colonel Ward, eine erfahrene Rebellin, die nun im Dienst der Neuen Republik steht. Außerdem kehrt Zeb Orrelios aus Star Wars Rebels zurück, gesprochen von Steve Blum.
Der Film kommt auch im IMAX-Format in die Kinos und läuft laut FSK ab 12 Jahren — Kinder unter 12 dürfen ihn in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sehen. Die Laufzeit beträgt 2 Stunden und 12 Minuten.
Emotionaler Kern: Mando und sein Ziehsohn
Was die Serie von Anfang an trug, steht auch im Film im Mittelpunkt: die Beziehung zwischen Din Djarin und Grogu. Pedro Pascal hat in Interviews beschrieben, wie der Film die wachsende Erkenntnis Dins thematisiert, dass Grogu ihn um Jahrhunderte überleben wird — eine Erkenntnis, die seinen Beschützerinstinkt und seinen Antrieb, Grogu auf ein Leben ohne ihn vorzubereiten, entscheidend prägt.
Grogu selbst wird erneut hauptsächlich durch Puppenspiel verkörpert — kein CGI-Ersatz, sondern handgemachte Effekte, die für die emotionale Wärme des Charakters unverzichtbar sind. Dieser Ansatz zählt zu den klaren Stärken des Films, die selbst kritische Stimmen anerkennen.
„Mandalorian and Grogu zaubert Fans ein Lächeln ins Gesicht und bringt Star Wars wieder zurück auf den richtigen Weg." — Simon Thompson, Filmkritiker
The Mandalorian & Grogu: Was die Kritiker sagen
Das Kritikerbild zum Film fällt bemerkenswert gespalten aus. Auf Rotten Tomatoes pendelt der Tomatometer rund um die 60-Prozent-Marke — ein eher mittelmäßiges Ergebnis für einen Film mit so großen Erwartungen.
Die Lobufer schwärmen vor allem von der handwerklichen Qualität: Das deutlich größere Budget gegenüber der Serie macht sich in Bild und Ton spürbar. Besonders der Score von Ludwig Göransson wird in fast allen positiven Kritiken hervorgehoben — seine druckvollen, charakteristischen Kompositionen verleihen dem Film eine kinotaugliche Wucht. Die Eröffnungssequenz, die auf einem Eisplaneten spielt, gilt als einer der visuellen Höhepunkte.
Die Kritiker dagegen werfen dem Film strukturelle Schwäche vor. Der häufigste Vorwurf lautet: The Mandalorian & Grogu wirkt wie drei aneinandergereihte Serienepisoden mit etwas mehr Budget — aber ohne die narrative Substanz, die einen echten Kinofilm ausmacht. Die Einsätze seien überraschend gering, das große Ganze des Star-Wars-Universums werde in keiner Weise vorangebracht.
| Aspekt | Lob | Kritik |
|---|---|---|
| Visuals & Sound | Großartige Kinobilder, IMAX-gerecht | Teilweise zu CGI-lastig |
| Score (Göransson) | Highlight des Films | — |
| Handlung | Charmante Charaktermomente | Gering, episodisch, wenig Einsatz |
| Mando & Grogu | Ikonische Dynamik | Reicht allein nicht für Kinofilm |
| Neueinsteiger-Tauglichkeit | Funktioniert ohne Serienvorwissen | Emotionale Tiefe fehlt ohne Kontext |
Zwischen Serienerbe und Kinoanspruch

Ein zentrales Problem des Films liegt in seiner Entstehungsgeschichte: Was ursprünglich als Staffel 4 konzipiert war, wurde in ein Kinoformat umgegossen. Favreau hat offen eingeräumt, dass dieser Wechsel eine völlig neue Story erforderte — und der Bruch ist teils spürbar. Der Film fühlt sich an manchen Stellen weniger wie ein in sich geschlossenes Kinoabenteuer an, sondern eher wie ein sehr teurer Serienauftakt.
Was hingegen funktioniert, ist die Zugänglichkeit für Neueinsteiger. Wer die Serie nie gesehen hat, bekommt genug Kontext, um der Handlung zu folgen. Tiefe emotionale Verbundenheit zu den Figuren werden Serienfremde allerdings kaum entwickeln — die größten Momente zünden vor allem bei denen, die Din Djarin und Grogu seit 2019 begleiten.
Für Star Wars insgesamt steht viel auf dem Spiel. Lucasfilm plant bereits den nächsten Kinofilm: Star Wars: Starfighter soll 2027 folgen — und dürfte von den Einspielzahlen und der Resonanz auf The Mandalorian & Grogu erheblich beeinflusst werden.
Fazit: Für wen lohnt sich der Kinobesuch?
Wer einfach ein neues Abenteuer mit Mando und Grogu auf der großen Leinwand erleben möchte, wird seinen Spaß haben. Der Film liefert solide Action, einen erstklassigen Score und die bewährte Wärme zwischen seinen beiden Titelcharakteren.
Wer hingegen auf ein großes, episches Star-Wars-Ereignis hofft, das dem Franchise eine klare neue Richtung gibt, könnte enttäuscht werden. The Mandalorian & Grogu ist kein Neuanfang — er ist ein Wiedersehen mit alten Freunden, das unterhaltsam ist, ohne dabei besonders mutig zu sein.
Das letzte Wort hat wie immer das Publikum. Ob der Film genug Kinotickets verkauft, um Lucasfilms neues Blockbuster-Konzept zu bestätigen, wird sich spätestens nach dem Eröffnungswochenende zeigen.
Wie seht ihr das — reicht die Mando-Grogu-Dynamik allein, um euch ins Kino zu ziehen, oder braucht ihr mehr Story-Substanz für einen echten Kinofilm? Schreibt's in die Kommentare oder diskutiert mit uns auf dem AKMG-Discord!
