Rust Viehzucht: Zähmen, Zucht, Genetik und Ranch

Rinder und Schafe gehören in Rust seit dem Livestock-Update vom Oktober 2026 zum festen Spielinhalt. Die Rust Viehzucht verbindet Zähmen, Haltung, Vererbung und einen eigenen Handel auf der Ranch. Diese Seite sammelt, wie das System funktioniert, und wird bei Änderungen durch spätere Patches nachgeführt.

Herkunft der Zahlen

Grundlage sind die Patchnotes von Facepunch. Werte mit dem Vermerk (Rustafied-Test) stammen aus Tests der Seite Rustafied und sind nicht offiziell bestätigt. Facepunch passt Rust monatlich an, einzelne Werte können sich verschieben.

Rust Viehzucht: welche Tiere es gibt und wo sie leben

Zwei Arten lassen sich halten, jeweils in drei Formen:

Art Formen liefert
Rind Kuh, Bulle, Kalb Milch (nur Kühe), Dung, Rindfleisch, Knochen, Leder
Schaf Schaf, Widder, Lamm Wolle, Dung, Hammelfleisch, Knochen, Leder

Wilde Herden halten sich überwiegend in offenen Grasland-Biomen auf. Herden in freier Wildbahn vermehren sich auch selbst, Jungtiere tauchen dort also ebenfalls auf. Wilde Tiere verhungern nicht, wenn ihre Bedürfnisse unversorgt bleiben (Rustafied-Test).

Zähmen braucht Geduld und Anwesenheit

Ein Tier wird nicht nebenbei zahm. Die Vertrautheit baut sich nur auf, solange jemand wach in der Nähe ist, und sie sinkt wieder, bis eine feste Bindung erreicht ist. Wer sich neben eine Herde schlafen legt, gewinnt dabei nichts (Rustafied-Test).

Gezähmte Tiere folgen an einem Führstrick, auch mehrere gleichzeitig. Der Strick reißt bei zu hohem Tempo oder wenn ein Tier an einem Hindernis hängen bleibt. Für weite Wege passen Kühe auf das doppelte Pritschenmodul der modularen Fahrzeuge (Rustafied-Test). Mit der neuen Wegfindung können Tiere laut Facepunch auch Gebäude von Spielern betreten und berücksichtigen dabei, ob Türen offen oder geschlossen sind.

Pferch, Gatter und Versorgung

Für die Haltung gibt es eigene Bauteile:

  • Tierzaun und Tiergatter rasten ähnlich wie Außenmauern ineinander und halten die Herde zusammen.
  • Anbindepfosten mit Trog stellt Futter und Wasser bereit.
  • Gras im Pferch wird von den Tieren selbstständig abgegrast.

Platz ist die Größe, die man am leichtesten unterschätzt. Ab fünf Tieren auf engem Raum gilt ein Bereich als überfüllt, ab neun als stark überbelegt (Rustafied-Test). Beides wirkt auf die Lebensbedingungen der Tiere.

Wie funktioniert die Genetik?

Wie Pflanzen tragen Rinder und Schafe Gene, die Ertrag und späteren Verkaufswert beeinflussen. Facepunch weist ausdrücklich darauf hin, dass die Vererbung anders funktioniert als beim Pflanzenkreuzen. Bewährte Tricks aus dem Beet lassen sich deshalb nicht einfach übertragen.

Drei Regeln stehen fest:

  1. Nachkommen erben eigene Gene von beiden Elterntieren, die Werte sind in der Tieransicht sichtbar.
  2. Inzucht wird berücksichtigt. Eng verwandte Paare bringen schwächere Nachkommen (Rustafied-Test).
  3. Nur im eigenen Pferch geborene Tiere erzielen beim Verkauf den vollen Wert. Wild gefangene und gekaufte Tiere bekommen einen Abschlag (Rustafied-Test).

Die dritte Regel macht aus der Zucht ein Vorhaben über mehrere Generationen. Ein gekauftes Elternpaar ist der Start, verkauft werden sollte erst der Nachwuchs.

Melken, Scheren und was daraus wird

Tätigkeit Werkzeug Ertrag im Test
Melken (Kuh) direkt am Tier 2 Milch je Durchgang, Milch stapelt bis 10 (Rustafied-Test)
Scheren (Schaf) Messer, Fell abschneiden 10 Wolle bei vollem Fell (Rustafied-Test)

Beim Scheren zählt Sorgfalt: Ein Schnitt in eine schon geschorene Stelle verletzt das Schaf (Rustafied-Test). Auch die Milch- und Wollmenge hängt von den Genen ab.

Milch lässt sich nach vier Stunden im Kühlschrank entrahmen und ergibt dann Magermilch und Sahne. In Tees verlängert Milch die Wirkdauer, Sahne verstärkt die Wirkung. Weitere Rezepte sind Shepherd's Pie und Beef Pie. Dung und überschüssiges Essen verwertet der Biofuel-Generator zu Low Grade Fuel. Er muss von Hand umgerührt werden und läuft danach rund 30 Minuten.

Handel auf der Ranch

Die Ranch ist Einkaufs- und Verkaufsort zugleich.

Kaufen (Rustafied-Test): Kälber kosten 300 Scrap, Lämmer 150 Scrap. Das Geschlecht wird gewählt, die Gene sind zufällig.

Verkaufen: Ausgewachsene Tiere werden zum Händler vor den Stallungen geführt. Er macht ein zufälliges Angebot, das sich an der Genqualität orientiert. Ein Angebot kann zweimal abgelehnt werden, nach der dritten Ablehnung nimmt er das Tier 15 Minuten lang nicht an. Wolle läuft über denselben Dialog, hier richtet sich das Angebot nach der abgegebenen Menge, höchstens 400 Wolle auf einmal.

Im Belohnungspool fanden die Tester unter anderem Python-Revolver, HQM, Munition, Gewehr- und MP-Bauteile, hochwertige Türen, Scrap und selten eine rote Keycard. Tiere mit schlechten Genen brachten deutlich weniger (Rustafied-Test).

Lohnt sich eine eigene Herde?

Die Viehzucht belohnt Ausdauer innerhalb eines Wipes. Eine Gruppe, die über Wochen auf demselben Server bleibt, kann mehrere Generationen aufziehen und den vollen Verkaufswert mitnehmen. Bei kurzen Abstechern reicht es meist nur für gekaufte Tiere mit Abschlag.

Der Preis ist Fläche und Schutz. Ein Pferch muss gebaut, versorgt und verteidigt werden, und eine Herde unter freiem Himmel fällt auf einem gut besuchten PvP-Server auf. Auf ruhigeren Servern und im PvE ist das Risiko geringer. Wie lange die Aufzucht im Live-Betrieb genau dauert, hat Facepunch nicht beziffert. Rustafied nennt das Wachstum im Test lediglich relativ schnell.

Monatliche Rust-Patches ändern immer wieder einzelne Werte, wie schon frühere Updates zeigten, etwa das Rust-Update mit digitaler Uhr und Welt-Playtest. Neue Werte werden hier eingetragen, sobald sie belegt sind.

Quellen