Hunt Showdown Update 2.9 ist seit dem 8. September live und schickt mit Blood Testament das größte Event des Jahres in Bayou und Gulch. Was Hunt Showdown Update 2.9 mitbringt, ist ungewöhnlich viel auf einmal: ein dreistufiges Community-Event, eine neue Schrotflinte, spürbare Waffen-Balance und ein paar Komfortfunktionen, auf die viele lange gewartet haben. Wir haben die Patchnotes durchsortiert — hier steht, was davon deine Runden wirklich verändert.
Die kurze Vorgeschichte kennst du vielleicht schon aus unserer Vorschau zum Event-Start: Lynch ist zurück, diesmal mit einem Blutserum, das seinen Konsumenten mehr Macht der Corruption verspricht — und stattdessen einen unstillbaren Durst hinterlässt.
Was Hunt Showdown Update 2.9 an Inhalten mitbringt
Neu im Arsenal ist die Burgess, eine klappbare Vorderschaft-Repetierflinte mit sechs Schuss und langem Lauf. Dazu kommen zwei Varianten: Bayonet mit Klinge und Trauma mit Hammerkopf für den Nahkampf. Während des Events schaltest du alle Burgess-Varianten über den Battle Pass frei, sie bleiben über Prestige erhalten und wandern nach Event-Ende in die normale Waffenprogression.
Auf der Balance-Seite trifft es vor allem den Hunting Bow: One-Hit-Reichweite, Reservemunition und Schnellschuss-Schaden wurden reduziert. Die Terminus geht dafür von 186 auf 207 Schaden hoch, die Streuung sinkt von 40 auf 30. LeMat und Officer verlieren Reservemunition, dafür gibt es mit der LeMat High Velocity eine neue Spezialmunition.
Auch der Geldbeutel merkt etwas: Slugs kosten statt 65 nur noch 40 Hunt-Dollar, mehrere Tool- und Verbrauchspreise wurden angepasst. Das Heavy-Knife-Schwungtrefferfeld ist höher, du triffst also zuverlässiger.
Komfort und Karteninfos
Zwei Änderungen fallen im Alltag am stärksten auf. Erstens lassen sich Traits jetzt im Loadout speichern — bis zu 15 pro Build, bezahlt mit Hunt-Dollar und Upgrade-Punkten. Zweitens steigt die Zahl der Hunter-Slots von 75 auf 100. Nach dem Inventar-Rework aus Update 2.8 ist das der nächste konsequente Schritt beim Vorbereiten von Builds.
Deutlich härter ist die Kartenlogik: Supply Points, Scout Towers und Extraktionspunkte sind standardmäßig versteckt. Ein untersuchter Clue deckt zwei Extraktionspunkte auf, Scouting Maps können jetzt an allen Supply Points liegen, und der Scout Tower hat weiterhin garantiert eine drin. Das Spyglass funktioniert wie gewohnt, der Entdeckungsradius für versteckte Orte steigt auf 75 Meter. Dazu kommen neue Matchmaking-Modifikatoren für Neulinge und Rückkehrer — für alle, die nach Monaten Pause wieder reinschauen, durchaus relevant.
Nachgeliefert wurde inzwischen Hotfix 2.9.0.1 (auf Konsole als 1.000.050): Crash-Fixes, die Rückkehr der Legendary Hunters Hex Breaker, Corvid: Bile und Corvid: Brood sowie die LeMat High Velocity Ammo, die nun von Haus aus freigeschaltet ist.
Make Them Bleed: So läuft Blood Testament ab
Das Community-Event heißt Make Them Bleed und läuft über drei Stufen, die alle Spieler gemeinsam freischalten. Punkte sammelst du durch getötete Monster und Bosse sowie durch Blood Wells.
Diese Blutbrunnen findest du einmal pro Compound, jedes Team kann jeden davon einmal benutzen. Der Zugriff kostet ein Stück Gesundheit und bringt dir den Burn Trait Siphon, mit dem du einem toten Gegner einen Scarce Trait abnimmst und Siphon an dessen Stelle hinterlässt. Nebenwirkung: Die KI in der Umgebung dreht kurzzeitig durch.
Stufe 1 ist bereits freigespielt und bringt die dynamische Tageszeit Blood Moon. In der intensiven Phase bricht der Mond durch die Wolken, Monster werden schneller und aggressiver; in der dunklen Phase schirmen Wolken das Licht ab, die Sicht leidet, die Gegner beruhigen sich wieder. Stufe 2 liefert den Burn Trait Chupacabra, mit dem du dir an Pferden, Kühen oder Tierkäfigen einen Health Chunk zurückholst. Was Stufe 3 als neues Monster bringt, hält Crytek weiter zurück.
Was es zu holen gibt
Der Battle Pass ist mit 60 Belohnungen der bislang größte im Spiel und kostet in der Standardvariante 1.000 Blood Bonds; ein Upgrade auf Premium ist bis Event-Level 43 möglich, einzelne Level-Skips kosten 200 Blood Bonds. Als Währung dienen wie gewohnt Pledge Marks — maximal sechs gleichzeitig, unter anderem für alle 25 Event-Punkte und durch Looten gegnerischer Leichen.
Die Wochenchallenges geben Event-Punkte plus 50 Blood Bonds pro Woche; mit Battle Pass kommt eine sechste Aufgabe für 1.500 zusätzliche EP dazu. Eine komplett abgeschlossene Woche bringt 3.750 EP, mit Pass 5.250. Auch Dark Tribute zahlt ein: Die Meilensteine bei 2.000, 4.000, 5.500 und 8.000 geben täglich je 75 EP.
Unsere Einordnung: lohnt sich das für Gelegenheitsjäger?
Ehrlich gerechnet: Wer zwei Abende pro Woche spielt, wird den vollen Battle Pass in drei Monaten nicht durchziehen — dafür sind 60 Stufen zu viel. Die Wochenchallenges und Dark Tribute nimmst du aber praktisch nebenbei mit, und die 50 Blood Bonds pro Woche sind für Gelegenheitsspieler der ehrlichste Ertrag im ganzen Event.
Das eigentliche Argument fürs Mitspielen ist ohnehin ein anderes: Blood Moon, die versteckten Extraktionspunkte und die Trait-Loadouts bleiben, egal ob du grindest oder nicht. Wer den Zeitraum aussitzt, verpasst also vor allem Kosmetik und die Burgess — und die kommt nach dem Event in die normale Progression. Wenn du länger weg warst, ist der Wiedereinstieg trotzdem angenehmer als sonst; unser Einsteiger-Guide zu 1896 und der Roadmap-Überblick helfen beim Sortieren.
Unterm Strich: mitnehmen, was ohne Umweg kommt, und die Runden spielen, die dir Spaß machen. Wie läuft es bei euch mit den Blood Wells — holt ihr euch Siphon konsequent, oder ist euch der Gesundheitsverlust den Trait nicht wert? Schreibt es in die Kommentare.
