Am 22. September schaltet tinyBuild den Nachfolger des Friedhofs-Klassikers frei, um 19:00 Uhr MESZ und ohne einen einzigen Test vorab. Für Graveyard Keeper 2 Einsteiger ist das weniger unübersichtlich, als es klingt: Shopseiten und Ankündigung geben genug her, um Kauf, Plattform und Spracheinstellung vorher zu klären.
Stand der Angaben: 13. September 2026
Preise und Rabatte stammen von den Shopseiten und laufen nach deren Angabe am 22. September aus. Alles zum Spielinhalt beruht auf den offiziellen Beschreibungen vor der Veröffentlichung.
Graveyard Keeper 2 Einsteiger: Die Ausgangslage vor dem ersten Spieltag
Entwickelt hat den Nachfolger wieder Lazy Bear Games, herausgegeben wird er von tinyBuild. Steam sortiert ihn unter Abenteuer, Rollenspiel und Simulation ein.
Beim Preis lohnt der Blick auf beide Shops. Auf Steam stehen 24,99 Euro als regulärer Preis, mit dem Vorbesteller-Rabatt von 20 Prozent sind es 19,99 Euro; die Aktion endet laut Shop am Releasetag. Der PlayStation Store führt dieselben 19,99 Euro als Normalpreis und zieht für PS-Plus-Abonnenten weitere 20 Prozent ab, was dort 15,99 Euro ergibt. Vorbestellungen bringen auf beiden Wegen eine Sauna neben dem Spielerhaus und ein Outfit für den Spielercharakter mit.
Die Steam-Fassung verlangt Windows 10 in 64 Bit — Mac- und Linux-Anforderungen listet der Shop nicht. Die PS5-Version schaltet der PlayStation Store am 22. September um 17:00 Uhr UTC frei, also 19:00 Uhr MESZ. Welche Konsolen darüber hinaus bedient werden und was sich hinter dem Rollenwechsel zum Großinquisitor verbirgt, steht in der Release-Meldung zu Graveyard Keeper 2.
Drei Baustellen, ein Großinquisitor
Die offizielle Beschreibung teilt das Spiel in drei Bereiche, und genau danach sind die ersten Stunden zu erwarten. Der erste ist der Friedhof: Flora, Fauna und menschliche Überreste ernten, daraus Maschinen bauen, die Anlage vergrößern. Das ist der Teil, den Rückkehrer aus dem ersten Teil kennen.
Der zweite Bereich ist die Automatisierung. Untote Arbeiter erledigen laut tinyBuild die Schwerstarbeit hinter den Kulissen, während der Spieler in der Stadt unterwegs ist. Wer Produktionsketten aus anderen Aufbautiteln kennt, etwa aus Satisfactory, wird das Prinzip sofort wiedererkennen — wie weit es hier trägt, ist vor dem Start nicht zu beurteilen, weil angekündigt bislang das Prinzip ist und nicht sein Umfang.
Der dritte Bereich ist neu: Türme und Befestigungen bauen, Rüstungen und Waffen schmieden, Truppen ausrüsten und die Untoten abwehren. Dazu kommt der Stadtaufbau mit dem Restaurieren von Bewohnerhäusern. Einsteiger sollten sich darauf einstellen, dass drei Ressourcenkreisläufe parallel laufen und nicht jeder davon zum ruhigen Werkeln einlädt.
Prüft vor dem Kauf, was Rechner, Controller und Sprache hergeben
Die Systemanforderungen sind das kleinste Problem. Als Minimum für 720p nennt Steam einen Core i3-4160 oder FX-8320, 4 GB Arbeitsspeicher und eine GeForce GT 640; empfohlen werden für 1080p ein Core i5-4670K oder FX-8350, 8 GB RAM und eine GeForce GTX 660. Der Platzbedarf liegt bei 2 GB — der Download ist an einem normalen Anschluss in wenigen Minuten durch.
| Angabe auf der Steam-Seite | Stand |
|---|---|
| Windows 10 x64 | ✅ |
| Mac und Linux | ❌ nicht gelistet |
| Deutsche Oberfläche und Untertitel | ✅ |
| Deutsche Sprachausgabe | ❌ nur Englisch vertont |
| Volle Controllerunterstützung | ✅ inklusive DualSense und DUALSHOCK |
| Mehrspieler | ❌ nur Einzelspieler |
| Steam Cloud und Errungenschaften | ✅ |
Zwei Zeilen aus dieser Tabelle sind vor dem Kauf wichtiger als die Hardware. Die deutsche Fassung bringt Oberfläche und Untertitel mit, gehört wird Englisch — bei einem Spiel, dessen Ruf am Dialogwitz hängt, heißt das Mitlesen statt Nebenbeihören. Und unter den Barrierefreiheits-Merkmalen führt Steam das Spiel als spielbar ohne zeitgesteuerte Eingabe, was gegen hektische Reaktionsprüfungen spricht.
Solo statt Gruppenabend
Die relevanteste Einschränkung steht in beiden Shops an unscheinbarer Stelle. Steam listet unter den Funktionen allein „Einzelspieler", der PlayStation Store nennt „1 Spieler" und ergänzt „Nur Offline-Spiel". Es gibt also keinen Koop-Modus, keine Sitzung zu zweit am selben Hof und folglich auch keine Crossplay-Frage.
Für gemeinsame Runden bleibt der Titel damit außen vor — wer gemeinsam an einer Siedlung bauen will, ist mit Medieval Dynasty im Koop besser bedient. Die Steam-Familienbibliothek ist übrigens freigegeben: Das Spiel lässt sich innerhalb einer Steam-Familie weitergeben, gespielt wird trotzdem allein.
Lohnt sich der Einstieg gleich am Releasetag?
Für den Kauf am ersten Tag spricht auf Steam schlicht die Rechnung: Ab dem 22. September kostet der Titel rund fünf Euro mehr als heute. Wer den ersten Teil mochte und ohnehin zugreifen will, riskiert bei diesem Preis wenig und kann die Rückgabefrist von Steam als Sicherheitsnetz einplanen. Dagegen spricht, dass es zum Start keine Testberichte und keine Spielerurteile geben wird.
Der Grund zum Abwarten ist die Verteidigungsschicht. Sie ist der größte Eingriff in das, was den Vorgänger ausgemacht hat: absurd, langsam, ohne jemanden, der einem die Werkbank umtritt. Befestigungen, Truppen und Angriffswellen können den Aufbau angenehm rhythmisieren — oder genau den Druck erzeugen, wegen dessen Abwesenheit viele den ersten Teil gespielt haben. Vor den ersten Berichten aus dem fertigen Spiel lässt sich das nicht auseinanderhalten. Wem entspanntes Bauen wichtiger ist als der Kampf, der findet mit Tiny Glade den ruhigeren Gegenentwurf.
Ein Argument gegen das Warten fällt dagegen weg: Hardware muss für diesen Release niemand anfassen. Ein Rechner, der für aktuelle Survival-Titel längst zu schwach ist, reicht hier aus, und die 2 GB Speicherplatz fallen auf keiner Platte auf.
Offen bleibt die eine Frage, die sich vor dem 22. September nicht beantworten lässt: wie viel Arbeit die untoten Helfer dem Spieler tatsächlich abnehmen. Wer den Vorgänger bis zum Ende gespielt hat, kennt die Stellen, an denen es zäh wurde — Rückmeldungen dazu passen in die Kommentare.
