Aus dem schrulligen Friedhofswärter des ersten Teils wird diesmal ein Großinquisitor mit eigener Untoten-Armee. Graveyard Keeper 2 erscheint am 22. September 2026, entwickelt von Lazy Bear Games und veröffentlicht von tinyBuild. Statt eines einzelnen Friedhofs steht jetzt eine ganze Stadt zum Wiederaufbau bereit, samt Zombie-Problem, das sich laut Shopbeschreibung in bare Münze verwandeln lässt.
Preise und Rabatte: Stand 12. September 2026
Die genannten Beträge stammen von den Shopseiten und gelten für Vorbestellungen. Beide Rabattaktionen laufen nach Angabe der Shops am 22. September aus.
Graveyard Keeper 2: Was zum Start am 22. September feststeht
Steam nennt als Veröffentlichungsdatum den 22. September 2026. Die Ankündigung im Steam-News-Hub vom 26. August trägt denselben Termin, und im PlayStation Store steht die PS5-Fassung ebenfalls mit diesem Datum, freigeschaltet um 19:00 Uhr MESZ.
Preislich weichen die Shops voneinander ab. Auf Steam liegt der reguläre Preis bei 24,99 Euro, mit dem Vorbesteller-Rabatt von 20 Prozent bei 19,99 Euro. Der PlayStation Store führt 19,99 Euro als Normalpreis und zieht für PS-Plus-Abonnenten weitere 20 Prozent ab. Auf Steam kostet der Nachfolger ab dem Releasetag also rund fünf Euro mehr als heute.
Vorbestellungen bringen zwei Zugaben: ein Saunagebäude für das eigene Grundstück und ein Kostüm für den frisch ernannten Großinquisitor. Welches Kostüm es wird, hängt laut tinyBuild von der Plattform ab; die Grafik zur Ankündigung zeigt vier Varianten mit den Symbolen von PlayStation, Xbox, Steam und Nintendo Switch.
Friedhof, Werkbank und Wehrturm
Die Shopbeschreibung teilt das Spiel in drei Schichten. Die erste ist der Friedhof aus dem Vorgänger: Flora, Fauna und menschliche Überreste ernten, daraus Maschinen bauen, die Anlage erweitern. Die zweite ist die Automatisierung. Untote Arbeiter erledigen die Schwerstarbeit hinter den Kulissen, während der Spieler in der Stadt unterwegs ist. tinyBuild bewirbt das als Automatisierung „wie nie zuvor" und gibt damit nebenbei zu, wo der erste Teil seine Schwachstelle hatte.
Die dritte Schicht ist neu und sperrt sich am ehesten gegen ruhiges Bauen: Türme und Befestigungen errichten, Rüstungen und Waffen schmieden, die nicht sonderlich klugen Truppen ausrüsten und trainieren, dann die Untoten abwehren. Dazu kommt der Stadtaufbau mit dem Restaurieren von Bewohnerhäusern und den zugehörigen Aufträgen. Optisch bleibt alles bei der 2,5D-Pixel-Art des Vorgängers.
Damit rückt der Nachfolger deutlich näher an die Aufbauspiele, die ohne Zeitdruck auskommen, als es der erste Teil je war. Mit dem Unterschied, dass hier jemand die Siedlung angreift.
Die deutsche Fassung bekommt Untertitel, keine Sprachausgabe
Die Sprachtabelle auf der Steam-Seite listet elf Sprachen. Deutsch ist mit Oberfläche und Untertiteln vertreten, in der Spalte für den Ton steht dort jedoch kein Haken. Vollständige Sprachausgabe gibt es nach dieser Auflistung allein auf Englisch. Französisch, Spanisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, brasilianisches Portugiesisch, Russisch, Chinesisch und Türkisch stehen genau wie Deutsch ohne Vertonung da.
Für ein Spiel, dessen Ruf zu einem guten Teil am Dialogwitz hängt, ist das kein Randdetail. Menüs und Gespräche sind auf Deutsch lesbar, gehört wird Englisch. Sollte bis zum Start noch eine deutsche Vertonung dazukommen, müsste sich die Tabelle auf der Shopseite entsprechend ändern.
4 GB RAM im Minimum – der Rechner darf ruhig alt sein
Die Systemanforderungen fallen so genügsam aus, wie es die Pixel-Optik vermuten lässt. Als Minimum für 720p nennt Steam Windows 10 in 64 Bit, einen Core i3-4160 oder FX-8320, 4 GB Arbeitsspeicher und eine GeForce GT 640 beziehungsweise Radeon HD 7750. Empfohlen werden für 1080p ein Core i5-4670K oder FX-8350, 8 GB RAM und eine GeForce GTX 660 mit 2 GB. Der Platzbedarf liegt bei 2 GB.
Das sind Bauteile aus den Jahren 2012 bis 2014. Ein Rechner, der für aktuelle Survival-Titel längst zu schwach geworden ist, genügt hier ohne Weiteres. Ein Grund zum Aufrüsten ist dieser Release also nicht; die Frage, ob sich eine neue Grafikkarte gerade lohnt oder das Warten, stellt sich an anderen Titeln.
Wie gut verträgt sich das mit kurzen Spielsitzungen?
Der erste Teil hatte den Ruf eines Zeitfressers: viele Wege, viele Zwischenschritte, kaum Abkürzungen. Die angekündigte Produktionsautomatik zielt genau darauf, und sie ist der Grund, aus dem der Nachfolger für Leute mit anderthalb Stunden am Abend interessant werden könnte. Nachprüfen lässt sich das vor dem Start nicht, denn angekündigt ist bislang das Prinzip, nicht sein Umfang.
Ein Punkt steht dagegen schon fest: Steam führt Graveyard Keeper 2 ausschließlich als Einzelspieler-Titel, der PlayStation Store nennt „1 Spieler". Für gemeinsame Runden mit Freunden fällt es damit aus. Es gehört in dieselbe Ecke wie die Spiele ohne Leistungsdruck, die zuletzt auffällig gut ankamen, und die spielt man allein.
Die Zombie-Abwehr bleibt die größte Unbekannte. Befestigungen, Truppen und Ausrüstung bringen eine Verteidigungsschicht mit, die der Vorgänger nicht hatte. Das kann den Aufbau angenehm rhythmisieren oder genau den Druck erzeugen, wegen dessen Abwesenheit viele den ersten Teil mochten. Belastbare Eindrücke dazu wird es erst nach dem 22. September geben.
Der erste Teil fand seine Anhänger, weil er absurd und geduldig zugleich war. Ob der Nachfolger das mit Stadtaufbau und Zombie-Abwehr hält, entscheidet sich am Releasetag. Wer den Vorgänger damals bis zum Ende gespielt hat, kennt die Stellen, an denen es zäh wurde; in den Kommentaren ist Platz dafür.
