Eine RTX 2060 im Minimum, eine RTX 3070 in der Empfehlung — und beide Stufen sind auf 30 Bilder pro Sekunde gerechnet, nicht auf 60. Frontier hat die Planet Zoo 2 Systemanforderungen auf der eigenen Hilfeseite veröffentlicht, samt einer Erklärung, die bei Aufbauspielen häufig fehlt: Wer die Grafikstufe senkt und keine bessere Framerate bekommt, hat kein Problem mit der Grafikkarte. Release ist der 13. Oktober 2026.
Stand: 10. Oktober 2026
Die Werte stammen von Frontiers offizieller Hilfeseite und aus dem Steam-Eintrag. Vor dem Start kann sich daran noch etwas ändern.
Planet Zoo 2 Systemanforderungen: zwei Stufen, beide auf 30 FPS gerechnet
| Stufe | Betriebssystem | Prozessor | Grafik | RAM | Platz |
|---|---|---|---|---|---|
| Minimum | Windows 10, 11 | i7-8700K / Ryzen 5 3600 | RTX 2060 6 GB · RX 5600 XT 6 GB · Arc A750 8 GB | 16 GB | 40 GB |
| Empfohlen | Windows 11 | i7-10700K / Ryzen 7 5800X | RTX 3070 8 GB · RX 6700 XT 12 GB · Arc A770 16 GB | 16 GB | 40 GB |
DirectX 12 ist auf beiden Stufen Voraussetzung. Frontier beschreibt das Ziel selbst: Auf der Minimalstufe läuft ein gut ausgebauter Zoo mit mittleren Einstellungen über 30 Bildern, auf der Empfehlungsstufe mit hohen Einstellungen bei 30 Bildern. Wer 60 anstrebt, liegt über beiden Stufen.
Bei der SSD unterscheidet Frontier: Auf der Minimalstufe wird sie empfohlen, auf der Empfehlungsstufe ist sie Pflicht.
40 GB Platz, 16 GB RAM und eine RTX 2060 als Untergrenze
Auffällig ist, was zwischen den Stufen gleich bleibt: 16 GB Arbeitsspeicher und 40 GB Platz stehen zweimal da. Der ganze Sprung liegt bei Prozessor und Grafikkarte. Für alle, die in der aktuellen Speicherlage über eine Aufrüstung nachdenken, ist das eine gute Nachricht — bei diesem Titel bringt mehr RAM nichts, und die Preisentwicklung beim Arbeitsspeicher muss die Entscheidung nicht diktieren.
40 GB sind für einen Titel von 2026 zudem schlank. Zum Vergleich: Control Resonant verlangt 120 GB.
Der Prozessor trägt die Simulation, nicht die Grafikkarte
Das ist der Punkt, den Frontier ungewöhnlich offen erklärt: Ein Aufbau- und Verwaltungsspiel braucht mit jedem weiteren Tier und jedem weiteren Besucher mehr Rechenleistung, und diese Last landet beim Prozessor, nicht bei der Grafikkarte. Erkennbar sei das daran, dass eine Änderung der Grafikeinstellungen die Framerate gar nicht bewegt.
Praktisch heißt das: Wenn ein großer Zoo ins Stocken kommt, hilft ein Regler nach unten nicht. Wer einen älteren Vierkerner und eine neuere Grafikkarte im Rechner hat, sitzt bei diesem Genre auf der falschen Seite der Rechnung. Frontier gibt außerdem einen Hinweis für Notebooks: zusätzliche Kühlung, damit der Prozessor seine Takte halten kann. Was sich am System selbst noch herausholen lässt, steht im Überblick zu den Windows-11-Einstellungen fürs Spielen.
Prüft vorher, ob euer Windows noch Support bekommt
In den Anmerkungen zur Minimalstufe steht ein Satz, der über die Spec-Tabelle hinausreicht: Microsoft hat den Support für Windows 10 beendet, weshalb Frontier die dauerhafte Kompatibilität nicht garantieren kann. Windows 10 ist damit nicht ausgeschlossen, aber auch nicht zugesagt — die Empfehlungsstufe nennt ohnehin nur Windows 11.
Wer noch auf Windows 10 sitzt und Ärger mit dem Umstieg erwartet, findet Hinweise dazu, wie sich ältere Spiele unter Windows 11 wieder zum Laufen bringen lassen.
Reicht der Rechner für einen ausgebauten Zoo?
Die Antwort fällt bei diesem Titel anders aus als bei einem Shooter. Ein Rechner, der die Minimalstufe erfüllt, startet das Spiel und trägt einen kleinen Zoo problemlos. Die Frage ist, was nach zwanzig Stunden passiert, wenn dreihundert Tiere und ein paar Tausend Besucher auf dem Gelände sind — und genau dafür gibt Frontier keine Zahl an, weil sie vom eigenen Bauwerk abhängt.
Wer also einen i7-8700K oder Ryzen 5 3600 im Rechner hat, kauft nicht falsch, sollte aber damit rechnen, den Zoo irgendwann kleiner zu halten als gewünscht. Wer vor einer Neuanschaffung steht und Aufbauspiele mag, priorisiert den Prozessor.
Neu an Planet Zoo 2 gegenüber dem Vorgänger sind vollständig aquatische und fliegende Arten sowie die Möglichkeit, neben kommerziellen Zoos auch Wildreservate zu bewirtschaften — Details dazu stehen in der Ankündigung zum Oktober-Release. Steam führt den Titel für 49,99 Euro und ausdrücklich als Einzelspieler-Spiel; einen Koop-Modus gibt es nicht. Dafür trägt er die Kennzeichnung, dass er ohne zeitgesteuerte Eingaben und im eigenen Tempo spielbar ist, dazu Speichern zu jedem Zeitpunkt. Für entspanntes Bauen ohne Druck ist das die richtige Ausstattung, und die Nachbarschaft dazu steht im Überblick zu den Aufbauspielen ohne Zeitdruck.
Was die Tabelle nicht beantwortet, ist die Frage nach dem Verhalten unter Last — wie viele Tiere ein Sechskerner von 2018 tatsächlich verkraftet, zeigen erst die ersten großen Zoos nach dem 13. Oktober.
