Wer einen Sons of the Forest Guide sucht, ist meist gerade eben aus dem Helikopter gefallen – buchstäblich. Ein Sons of the Forest Guide hilft dir, diese ersten chaotischen Stunden zu überstehen, ohne sinnlos zu sterben oder deinen KI-Begleiter versehentlich ins Meer zu schicken. Das Survival-Horror-Spiel von Endnight Games hat am 22. Februar 2024 seinen 1.0-Release erreicht und ist seitdem polierter, umfangreicher und unerbittlicher als je zuvor.

Sons of the Forest Guide: Was du in den ersten Minuten tun solltest

Direkt nach dem Absturz liegst du bewusstlos im Schnee oder Gras – je nach Landezone – und Kelvin liegt neben dir. Er ist taub, kann nicht sprechen, aber er ist dein erster und zuverlässigster Mitbewohner auf der Insel. Gib ihm sofort Befehle, bevor du irgendetwas anderes tust: Drücke E, um das Befehlsmenü zu öffnen, und schicke ihn Holz sammeln oder Stöcke holen. Kelvin arbeitet selbstständig weiter, während du die Umgebung erkundest – unterschätze das nicht, denn die erste Nacht kommt schneller als du denkst.

Dein zweiter Schritt: Rucksack öffnen (Taste I) und den Inhalt des Notfall-Kits sichten. Du startest mit einer kleinen Axt, einem Feuerzeug, einem GPS-Tracker und einem Survival-Handbuch. Das Handbuch ist kein Beiwerk – darin stehen Bauanleitungen, und du brauchst es aktiv.

Kelvin verstehen – und nicht erschießen

Kelvin ist das, was Sons of the Forest von seinem Vorgänger The Forest am stärksten unterscheidet: ein KI-Begleiter mit eigenem Verhalten, der Anweisungen per Befehlsrad entgegennimmt. Er kann Holz und Steine sammeln, Feuer bauen, Unterschlupf errichten und sogar Fische fangen. Sein Verhalten wirkt manchmal seltsam – er läuft in Kreisen, schleppt Baumstämme an seltsame Orte oder steht einfach herum. Das ist kein Bug, sondern seine KI, die auf deine letzten Befehle reagiert (oder auf fehlende Befehle wartet). Gib ihm regelmäßig klare Aufgaben, dann leistet er ganze Arbeit.

Wichtig: Kelvin kann sterben, und er kann nicht wiederbelebt werden. Sei also vorsichtig, wenn du in seiner Nähe mit Waffen hantierst oder Fallen aufstellst.

Das Inventar- und Crafting-System

Das Inventar in Sons of the Forest funktioniert anders als in den meisten Survival-Spielen. Du breitest buchstäblich deinen Rucksack vor dir auf dem Boden aus (Taste I) und legst Gegenstände auf die Crafting-Matte in der Mitte. Wenn du kompatible Items kombinierst, erscheint ein Zahnrad-Symbol – klick darauf und du hast gecraftet. Kein Menü, kein Rezeptbuch, das du erst freischalten musst.

Ein früh sinnvolles Rezept: Zwei Stöcke plus Klebeband plus Messer ergeben einen Speer. Ideal für die Jagd und für etwas Abstand zu den ersten Kannibalen. Dein Schnellzugriff läuft über die Tasten 1–9 – belege diese Slots früh mit Axt, Feuerzeug und einer Waffe, damit du im Ernstfall nicht erst im Rucksack kramen musst.

Die erste Basis: Standort ist alles

Für die erste Nacht reicht ein einfacher Unterstand und ein Lagerfeuer – am besten an einer erhöhten, etwas abgelegenen Position. Wer direkt neben einem Kannibalencamp baut, erlebt eine sehr kurze erste Nacht. Den GPS-Tracker nutzen, um interessante Fundorte zu markieren, die du tagsüber erkundet hast. Bunker-Eingänge, Versorgungskisten und Höhleneingänge lohnen sich zu speichern.

Für eine dauerhafte Basis gelten ein paar Grundregeln: Wasser in der Nähe spart lange Laufwege, ein erhöhter Standort bietet Verteidigungsvorteile, und genug Abstand zu markierten Feindlagern hält den nächtlichen Druck gering. Das Bausystem öffnet sich über B und bietet von einfachen Wänden bis zu vollständigen Holzhütten alles – schau dir die Optionen in Ruhe an, bevor du drauflosholzt.

Virginia: Die zweite Begleiterin

Neben Kelvin gibt es noch Virginia – eine Mutantin mit drei Armen und drei Beinen, die anfangs scheu und misstrauisch ist. Du musst sie nicht suchen: Sie taucht von selbst in deiner Nähe auf. Der Trick ist, sie nicht zu erschrecken. Waffe wegstecken (Taste G), langsam nähern, nicht angreifen. Die ersten Male flieht sie sofort. Halte dich trotzdem in ihrer Nähe auf, bau dein Lager, geh deinen Dingen nach – ihr Vertrauen wächst mit der Zeit automatisch. Sobald sie dir vertraut, kannst du ihr Waffen und Kleidung geben, und sie kämpft aktiv an deiner Seite.

Wer Sons of the Forest mit Freunden spielen möchte: Alles zum aktuellen Stand von Multiplayer und Crossplay gibt es in unserem eigenen Artikel dazu. Wer sich für einen ähnlich stimmungsvollen, aber etwas entspannteren Einstieg ins Survival-Genre interessiert, findet im Subnautica 2 Einsteiger-Guide nützliche Orientierung. Und wer generell wissen will, welche Survival-Titel mit welchen Plattformen zusammenspielen, hilft der Überblick zu Crossplay in Survival-Spielen weiter.

Sons of the Forest belohnt Geduld – wer die ersten Nächte übersteht und versteht, wie Kelvin und Virginia ticken, hat das Fundament für alles Weitere gelegt. Habt ihr schon auf der Insel überlebt, oder hat euch Kelvin mit seinem Verhalten in den Wahnsinn getrieben? Schreibt es in die Kommentare!