Fünf Jahre und sieben Monate nach dem Start in den Early Access zieht Iron Gate einen Schlussstrich: Der Valheim 1.0 Release fällt auf den 9. September 2026, zusammen mit dem Deep North als letztem großen Biom. Für Gruppen, die seit 2021 an derselben Welt bauen, hängt daran eine Frage, die das Studio inzwischen in einem eigenen FAQ beantwortet hat.

Stand: 9. September 2026

Die Angaben stammen aus dem offiziellen 1.0-FAQ von Iron Gate und den Entwicklerposts auf der Valheim-Seite. Korrekturen, die das Studio nach dem Start nachreicht, sind hier nicht eingearbeitet.

Valheim 1.0 Release: Was am 9. September passiert

Valheim verlässt den Early Access und erscheint am selben Tag auf zwei neuen Plattformen. Zu Windows, Linux, Mac, Xbox One und Xbox Series X|S kommen PlayStation 5 und Nintendo Switch 2 dazu. Crossplay funktioniert zwischen allen Plattformen; beim Cross-Save bleibt es bei der Einschränkung, die wir im Beitrag zum Stand von Valheim Crossplay aufgeschlüsselt haben — Xbox-Spieler kommen an ihre PC-Spielstände nur über die Microsoft-Store-Fassung heran.

Die Spielerzahl pro Server bleibt bei eins bis zehn. Auf Steam steht Valheim in Deutschland derzeit bei 29,99 Euro, im FAQ nennt Iron Gate 29,99 US-Dollar als Preis zum 1.0-Start. Käufer aus dem Early Access bekommen die Vollversion ohne Aufpreis; das Spiel aktualisiert sich wie bei jedem bisherigen Update.

Der Deep North ist das letzte Biom des Spiels

Der Deep North schließt die Weltkarte ab, an der Iron Gate seit 2021 arbeitet. Angekündigt sind neue Gegner, Waffen und Baumaterialien. Aus den monatlichen Entwicklerposts sind einzelne Stücke schon bekannt: eine Zugbrücke als Bauteil, um die das Studio jahrelang gebeten wurde, und eine eigene Küche für das kalte Biom, auf deren Speisekarte unter anderem Fleischbällchen mit Preiselbeeren stehen. Die bisherigen Enthüllungen haben wir beim ersten Blick auf den Deep North gesammelt.

Dazu kommen erstmals Erfolge ins Spiel — über 50 Stück, wie Iron Gate im Mai angekündigt hat.

Lässt sich die alte Welt weiterspielen?

Ja, und das ist die kürzeste Antwort auf die häufigste Frage vor diesem Update. Bestehende Welten und Charaktere bleiben nach dem Wechsel auf 1.0 spielbar, und der Deep North lässt sich auf einer alten Karte direkt ansteuern.

Der Haken steckt in der Weltgenerierung. Neue Biominhalte entstehen ausschließlich dort, wo noch niemand war. Wer die nördlichen Ränder seiner Karte bereits abgefahren hat, findet dort keinen vollständigen Deep North vor, sondern die Landschaft von vorher. Iron Gate empfiehlt deshalb ausdrücklich eine frische Welt für das beste Ergebnis, versperrt den kurzen Weg aber niemandem.

4,3 Gigabyte und ein neues Speichersystem

Der Download liegt bei 4,3 Gigabyte, auf der Xbox One bei 3,0 und über den Mac App Store beziehungsweise den Microsoft Store bei 6,5 Gigabyte.

Schwerer wiegt die Umstellung dahinter. Valheim sichert Welten künftig in Abschnitten statt in einer einzelnen Datei: Statt einer .db und einer .fwl liegen die Daten in Ordnern, und geschrieben wird nur, was sich seit dem letzten Speichern geändert hat. Das verkürzt die Speicherpausen und senkt das Risiko beschädigter Spielstände. Charakterdateien sind davon nicht betroffen. Erprobt wurde das System über Monate im Public-Test-Branch — der Aufruf dazu ging im Mai heraus, als Iron Gate seine Spieler um Hilfe bat. Mit Mods hat das Studio die Umstellung nach eigener Angabe nicht geprüft.

Erfolge ab dem ersten Start, Mods erst später

Die Erfolge zählen ab dem Moment, in dem 1.0 installiert ist. Was vorher geschafft wurde, wird nicht nachträglich gutgeschrieben: Fünf Jahre Spielzeit stehen bei null. Konsolenbefehle kosten die Berechtigung dauerhaft, mit Ausnahmen für harmlose Kommandos wie freefly. Gespawnte Gegenstände sind markiert und sperren auch Mitspieler, die sie aufheben.

Bei Mods sieht es zum Start dünn aus. Offizielle Modunterstützung gibt es nicht, einen Steam Workshop ebenso wenig, auf Konsolen gar nichts. Nach einem Versionssprung dieser Größe brauchen bestehende Erweiterungen erfahrungsgemäß einige Wochen, bis sie wieder zuverlässig laufen.

Sichert eure Welten, bevor ihr am 9. einsteigt

Für Gruppen mit einer gewachsenen Welt ist der Umstieg keine reine Formsache. Das neue Speicherformat wandelt die alte Datei beim ersten Laden um. Iron Gate legt dabei automatisch eine Sicherung an, aber eine eigene Kopie des Weltordners kostet nichts und erspart im Zweifel einen sehr unangenehmen Abend.

Die zweite Entscheidung ist die zwischen alter und neuer Karte, und sie fällt unterschiedlich aus, je nachdem wie viel schon aufgedeckt ist. Liegt der Norden noch im Nebel, spricht wenig gegen den direkten Weg. Bei einer durchgefahrenen Karte bekommt man den Deep North bestenfalls in Bruchstücken, und dann ist ein frischer Start ehrlicher als der Versuch, das Biom nachträglich hineinzuzwingen. Für alle, die neu anfangen und den Einstieg länger nicht gespielt haben, steht der Einsteiger-Guide zu Valheim im Wiki.

Wer auf Mods angewiesen ist, sollte den 9. September ohnehin nicht zum Spieleabend erklären. Eine Woche Abstand kostet nichts und erspart eine Sitzung mit halb funktionierenden Erweiterungen.

Fünfeinhalb Jahre Early Access enden damit an einem Mittwochmittag, und die Karte liegt zum ersten Mal vollständig offen. In den Kommentaren ist Platz für die ersten Berichte aus dem hohen Norden.

Quellen