Gears of War E-Day erscheint am 6. Oktober 2026 für Xbox Series X und S sowie für den PC und ist ab dem ersten Tag im Game Pass enthalten. Für Koop-Gruppen sind vor allem zwei Zahlen interessant: vier Spieler in der Kampagne und zwölf im neuen Horde-Modus.
Stand: 26. August 2026
Termin, Modi und Spielerzahlen stammen aus offiziellen Angaben von Microsoft und The Coalition. Zwei Beta-Wochenenden haben im August bereits stattgefunden.
Kampagne für vier Spieler: Die größte Änderung am Grundgerüst
Die Reihe hat ihre Kampagne traditionell für zwei Spieler ausgelegt. E-Day öffnet sie für bis zu vier Leute im Online-Koop. Das ist mehr als eine Zahl auf dem Papier: Eine Kampagne, die auf vier Personen ausgelegt ist, muss anders austariert sein - bei Gegnerdichte, bei Deckungsplätzen, bei der Verteilung von Aufgaben.
Erzählerisch ist E-Day ein Prequel. Der Titel verweist auf den Emergence Day, also den Tag, an dem die Locust erstmals an die Oberfläche kommen. Die Serie kehrt damit an ihren Anfangspunkt zurück, statt die bestehende Handlung fortzuschreiben - eine Entscheidung, über die Serienschöpfer Cliff Bleszinski schon länger nachgedacht hat.
Horde Siege: Zwölf Spieler, drei Teams, eine Stadt
Der zweite große Umbau betrifft den Wellenmodus. Horde Siege stellt zwölf Spieler in drei Vierer-Teams auf, die gleichzeitig unterschiedliche Abschnitte der Stadt Kalona gegen immer stärkere Locust-Wellen halten.
| Modus | Spielerzahl | Status |
|---|---|---|
| Kampagne im Koop | bis 4 | ✅ bestätigt |
| Horde Siege | 12 in drei Teams | ✅ bestätigt |
| Versus-Multiplayer | klassisch | ✅ bestätigt |
| Game Pass zum Start | — | ✅ bestätigt |
| Betas | 6.–10. und 13.–17. August | ✅ gelaufen |
Das erste Beta-Fenster lief vom 6. bis 10. August für Abonnenten von Xbox Game Pass Ultimate und PC Game Pass sowie für Vorbesteller. Ein zweites Wochenende vom 13. bis 17. August stand allen Spielern offen.
Wer Gears nie gespielt hat: Ein Einstiegspunkt ohne Hausaufgaben
Die Prequel-Entscheidung hat einen praktischen Nebeneffekt, der über die Nostalgie hinausgeht. Wer die bisherigen Teile nie gespielt hat, braucht für E-Day kein Vorwissen - die Handlung setzt vor allem an, was es zu wissen gäbe. Das ist bei einer Reihe, die seit 2006 läuft, keine Kleinigkeit.
Für Koop-Gruppen mit begrenzter Zeit ist die Ausweitung auf vier Spieler der eigentliche Punkt. Eine Zweierkampagne zwingt zur festen Paarung, eine Viererkampagne verträgt es, wenn jemand einen Abend ausfällt. Ob das Spiel dabei skaliert oder ob vier Leute die Herausforderung schlicht auflösen, lässt sich vor dem Erscheinen nicht beurteilen - genau das ist der Punkt, an dem Koop-Kampagnen üblicherweise scheitern.
Horde Siege ist der ambitioniertere und zugleich riskantere Teil. Zwölf Spieler in drei getrennten Teams heißt: Der Modus funktioniert nur, wenn alle drei Abschnitte gehalten werden. Für eingespielte Gruppen ist das ein reizvolles Konzept, für Zufallsgruppen ein Ausfallrisiko, das die klassische Vier-Personen-Horde nicht kannte. Wer schon einmal in einer öffentlichen Runde hängen geblieben ist, weiß, was ein Abschnitt bedeutet, um den sich niemand kümmert. Ähnliche Erfahrungen kennen Spieler aus Helldivers 2, wo gemeinsame Ziele ebenfalls an der Beteiligung aller hängen.
Einzuordnen bleibt der Rahmen: Gears ist ein Deckungsshooter mit hohem Tempo und deutlicher Härte, kein entspannter Feierabendtitel. Wer Koop vor allem wegen der Atmosphäre spielt, findet in Enshrouded oder ähnlichen Survival-Titeln das passendere Angebot. Der Reiz von E-Day liegt für eine ganze Generation woanders - die Leute, die 2006 den ersten Teil gespielt haben, sind heute Mitte dreißig aufwärts, und das Spiel weiß das.
Game Pass ab Tag eins nimmt der Entscheidung ohnehin die Schärfe: Ausprobieren kostet für Abonnenten nichts extra.
Wie sich vier Spieler auf eine Kampagne auswirken, die immer für zwei gebaut war, zeigt erst der 6. Oktober. Ob ihr das im Koop angeht oder allein, könnt ihr unten schreiben.
