Werbehinweis: Mit * gekennzeichnete Links sind Partner- bzw. Affiliate-Links. Kaufst du über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Ein Handheld PC Vergleich scheitert 2026 selten an der Leistung und fast immer an der Frage, welches Betriebssystem man haben will. Drei Geräte bestimmen den Markt: das Steam Deck OLED von Valve, der ROG Xbox Ally X von Asus und Microsoft sowie der Legion Go S von Lenovo.

⚠️ Stand: 26. August 2026

Die Einordnung in Preisklassen beschreibt die Positionierung der Hersteller, keine Tagespreise. Die bewegen sich derzeit stark, weil Speicherbausteine einen erheblichen Teil der Stückkosten ausmachen. Vor dem Kauf lohnt der eigene Preisvergleich.

Die drei Geräte im Überblick: Betriebssystem als Hauptunterschied

Gerät System Preisklasse Einordnung
Steam Deck OLED SteamOS (Linux) Mittelfeld Bestes Verhältnis aus Akkulaufzeit, Ergonomie und Preis
Legion Go S SteamOS oder Windows 11 günstigster der drei Kompromissgerät, größter Bildschirm
ROG Xbox Ally X Windows 11 mit Xbox-Oberfläche oberes Ende Stärkste Ausstattung, höchster Preis

Das Steam Deck OLED* ist seit dem 16. November 2023 auf dem Markt und läuft mit SteamOS, Valves Linux-Unterbau. Es ist das einzige der drei Geräte, das vom selben Unternehmen stammt wie der Laden, aus dem die Spiele kommen — das merkt man an der Abstimmung.

Der ROG Xbox Ally X* kam am 16. Oktober 2025 in 45 Ländern auf den Markt. Er läuft mit Windows 11, dem eine Xbox-Vollbildoberfläche übergestülpt ist, und bringt laut Hersteller drei Monate Xbox Game Pass Ultimate mit. Nach Asus-Angaben arbeiten darin ein Ryzen AI Z2 Extreme, 24 GB Arbeitsspeicher und ein 7-Zoll-Bildschirm mit 120 Hz.

Der Legion Go S* ist der einzige der drei, den es in zwei Systemvarianten gibt — mit SteamOS oder mit Windows 11. Lenovo gibt einen Ryzen Z2 Go und ein 8-Zoll-Display an, womit er den größten Bildschirm im Feld hat.

SteamOS gegen Windows: Der Unterschied im Alltag

Die Systemfrage entscheidet mehr über die tägliche Erfahrung als jede Bildrate. SteamOS startet direkt in eine Oberfläche, die für Gamepad-Bedienung gebaut ist — anschalten, Spiel wählen, spielen. Der Preis dafür ist die Bindung an Steam: Was dort nicht liegt, läuft nur über Umwege.

Windows dreht das Verhältnis um. Jeder Store lässt sich installieren, jedes Programm läuft, dafür kämpft man gelegentlich mit Fenstern, Anmeldemasken und Treibern auf einem Sieben-Zoll-Bildschirm. Die Xbox-Oberfläche des Ally X mildert das ab, hebt es aber nicht auf.

Für alle, die abends eine Stunde Zeit haben, ist das kein Nebenaspekt. Ein Gerät, das in fünfzehn Sekunden im Spiel ist, wird benutzt. Eines, bei dem erst ein Update durchläuft, bleibt liegen.

Der Preis hängt am Speicher: Warum Warten gerade schwierig ist

Alle drei Geräte sind von derselben Entwicklung betroffen wie der restliche PC-Markt. Arbeitsspeicher und Flash-Speicher machen bei kompakten Geräten mit fest verbauten Bausteinen einen überdurchschnittlichen Anteil der Kosten aus. Wie sich die Lage entwickelt, steht in der Übersicht zu den RAM-Preisen 2026.

Dass Hersteller in diesem Umfeld nachziehen statt nachzulassen, hat Nintendo bei der Switch 2 vorgemacht. Die Hoffnung auf eine baldige Entspannung ist damit schwach begründet.

Für welchen Abend welches Gerät: Eine Einordnung nach Nutzung

Die ehrlichste Antwort hängt weniger am Budget als an der Frage, wo das Gerät benutzt wird. Wer es überwiegend auf dem Sofa neben dem Fernseher verwendet, also im gleichen Haus wie der eigene Rechner, fährt mit dem Steam Deck OLED am besten — ausdauernder, bequemer in der Hand, und die Steam-Bibliothek liegt ohnehin bereit.

Wer dagegen mehrere Bibliotheken bespielt, Game Pass nutzt oder Titel abseits von Steam spielt, kommt an Windows kaum vorbei. Dann ist der Ally X das schlüssigere Gerät, liegt preislich allerdings deutlich über dem Steam Deck und verlangt mehr Nachsicht im Umgang.

Der Legion Go S ist der Kandidat für alle, die den Einstieg ausprobieren wollen, ohne den vollen Betrag zu setzen. Er ist der Kompromiss, und wie jeder Kompromiss gewinnt er keinen einzelnen Vergleich — dafür ist er der einzige, bei dem man sich das Betriebssystem beim Kauf aussuchen kann.

Eine Erwartung sollte man dämpfen: Keines dieser Geräte ersetzt einen Spiele-PC. Sie bespielen ältere Titel, Indie-Spiele, Aufbau- und Rundenstrategie hervorragend und aktuelle Grafikbrecher nur mit Abstrichen. Genau darin liegt aber für Spieler mit wenig Zeit der eigentliche Reiz: Ein Handheld senkt die Hürde, überhaupt anzufangen. Vierzig Minuten auf dem Sofa sind für ein solches Gerät eine sinnvolle Sitzung, für einen Schreibtischrechner oft nicht.

Dass Sony diesen Markt mit einem eigenen Gerät angeht, war bereits mit Project Q angedeutet — die Kategorie ist längst kein Randphänomen mehr, wie auch die Zahlen zum deutschen Spielemarkt zeigen.

Welches Gerät passt, entscheidet die Nutzung, nicht die Datenblattzeile. Wo ihr euren Handheld tatsächlich benutzt, ist unten die interessantere Frage.

Quellen