Fabriken bauen, Ressourcen abbauen und die Basis gegen Feuerwellen verteidigen: StarRupture von Creepy Jar setzt auf Koop für bis zu vier Spieler. Wer die gemeinsame Welt nicht jedes Mal vom Rechner eines Mitspielers abhängig machen will, braucht einen StarRupture Dedicated Server. Den gibt es seit dem Early-Access-Start am 6. Januar 2026, allerdings ausdrücklich als experimentelle Funktion.
StarRupture Dedicated Server: Experimentell, aber seit dem Start dabei
Zum Start beschrieb Creepy Jar drei Wege ins Spiel: allein spielen, selbst eine Koop-Sitzung für bis zu vier Spieler hosten oder Freunden auf einem dedizierten Server beitreten. Letzteres trug schon damals den Zusatz, dass es sich um eine experimentelle Funktion handelt. An diesem Status hat sich in der offiziellen Anleitung nichts geändert.
Der Vorteil eines eigenen Servers liegt bei Fabrikspielen auf der Hand. Produktionsketten, Förderwege und Basisausbau wachsen über viele Abende, und eine Gruppe mit unterschiedlichen Spielzeiten kommt nur dann jederzeit an die Welt, wenn sie nicht am Host hängt. Wer das Prinzip aus dem Genre kennt, findet im Satisfactory-Guide zu Förderbändern und Automatisierung einen vergleichbaren Spielansatz.
Steam-Werkzeug, SteamCMD oder anonymer Login
Die offizielle Anleitung von Creepy Jar nennt drei Wege zur Installation:
- Über die Steam-Bibliothek: In der Bibliothek die Filter für Spiele und Werkzeuge aktivieren und StarRupture Dedicated Server (Experimental) installieren.
- Über SteamCMD mit eigenem Konto:
steamcmd.exe +force_install_dir C:\StarRuptureDS\ +login your_steam_login +app_update 3809400 validate +quit - Über SteamCMD anonym:
steamcmd.exe +force_install_dir C:\StarRuptureDS\ +login anonymous +app_update 3809400 validate +quit
Gestartet wird der Server über die Datei SRServerWithLog.bat. Darin steht laut Anleitung die Zeile:
start .\StarRuptureServerEOS.exe -Log -port=7777
Eine Einschränkung betrifft Spieler, die den Server auf einem zweiten Rechner laufen lassen wollen: Server-Werkzeug und Spiel lassen sich nicht gleichzeitig auf zwei verschiedenen PCs mit demselben Steam-Konto betreiben.
Der Port muss am Router freigegeben sein
Die Anleitung nutzt Port 7777 als Beispiel. Welcher Port auch gewählt wird, er muss im Startbefehl stehen und im Router sowie in der Firewall freigegeben und weitergeleitet sein. Ob TCP, UDP oder beides nötig ist, schlüsselt die offizielle Anleitung nicht auf.
Einen bekannten Fehler nennt Creepy Jar ebenfalls: Wird der Server mit einer zuvor gespeicherten Sitzung gestartet, erscheint für den Spieler kein Hinweisfenster. Bleibt das Fenster aus, ist das deshalb nicht automatisch ein gescheiterter Start. Wie das Prinzip bei einem anderen Survival-Spiel mit ausführlicherer Dokumentation aussieht, zeigt der Beitrag zum Enshrouded Dedicated Server.
Vier Plätze, und daran ändert sich vorerst nichts
Auch auf dem eigenen Server bleibt es bei vier Spielern. Creepy Jar schreibt in seinem Hilfe-Artikel zur Sitzungsgröße, die Zahl der Mehrspieler-Plätze werde nicht erhöht. Zuerst wolle das Team das bestehende Koop-Erlebnis stabilisieren. Sollte sich das ändern, werde es über die sozialen Kanäle angekündigt.
Schon zum Start listete das Studio zwei bekannte Probleme, die genau diese Größe betreffen: Spieler konnten vom Server fliegen, wenn mehrere gleichzeitig beitreten, und bei vier Spielern in großen Basen konnte die Stabilität sinken. Ob beide Punkte inzwischen behoben sind, geht aus der Anleitung nicht hervor. Mitspieler nacheinander einsteigen zu lassen, kostet wenig und umgeht zumindest den ersten.
Rechnet nach Updates mit Nacharbeit
Die Anleitung weist darauf hin, dass die BAT-Datei nach Spielupdates erneut angepasst werden muss. Wer einen eigenen Port oder eigene Parameter gesetzt hat, sollte nach jedem Patch prüfen, ob die Zeile noch stimmt.
Dazu kommen Updates, die den Server direkt betreffen. Hotfix 0.2.6 vom Juni behob Abstürze beim Laden von Sitzungen auf dedizierten Servern, Hotfix 0.3.2 Anfang September einen Absturz beim Abbau von Maschinen ohne Fundament. Mit Hotfix 0.3.4 vom 17. September warnt Creepy Jar außerdem vor sehr langen Ladezeiten großer Spielstände beim ersten Laden, laut Studio je nach Hardware etwa 5 bis 10 Minuten, weil alle Stützpfeiler ersetzt werden. Danach gespeicherte Stände laden wieder normal.
Ein Backup der Weltdaten vor jedem größeren Update ist bei einem experimentellen Server deshalb keine Vorsicht, sondern Pflicht. Grundsätzliches zum Aufbau eines eigenen Servers erklärt auch die Wiki-Seite zum 7 Days to Die Dedicated Server.
