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Nach ein paar Jahren Betrieb hält jeder Akku weniger als am ersten Tag, und beim Handheld fällt das schneller auf als beim Notebook. Beim Steam Deck Akku tauschen gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Valve verkauft das Originalteil über iFixit samt bebilderter Anleitung — aber iFixit selbst stuft den Tausch als schwierig ein und nennt zwei bis vier Stunden Arbeitszeit.

Stand: 7. Oktober 2026

Angaben zu Kapazität, Arbeitszeit und Schwierigkeit stammen von iFixit und aus Valves eigener Ankündigung zum Ersatzteilangebot. Ein Eingriff am Akku ist kein Handgriff für nebenbei; wer unsicher ist, liest den letzten Abschnitt zuerst.

Steam Deck Akku tauschen: zwei bis vier Stunden, eingestuft als schwierig

Valve arbeitet offiziell mit iFixit zusammen und lässt dort Originalteile verkaufen — nicht nur Akkus, sondern auch Analogsticks, Displays und Lüfter. Dieselbe Offenheit zeigt sich bei Valves übriger Hardware, nachzulesen in der Frage, ob sich eine Steam Machine kaufen lohnt. Dazu gehören Reparaturanleitungen mit Bildern für jeden Schritt.

Beim Akku fällt das Urteil trotzdem deutlich aus: iFixit stuft den Tausch als schwierig ein und veranschlagt zwei bis vier Stunden. Wer noch nie ein Gerät geöffnet hat, sollte nicht mit dem Akku anfangen — ein Lüfter oder ein Analogstick ist die bessere Übung.

40 Wattstunden beim LCD, 50 beim OLED

Es gibt zwei verschiedene Akkus, und sie sind nicht austauschbar. Vor dem Kauf muss also klar sein, welches Gerät auf dem Tisch liegt.

Modell Kapazität Energie Spannung
Steam Deck (LCD) 5.313 mAh 40 Wh 7,7 V
Steam Deck OLED 6.470 mAh 50,08 Wh 7,74 V

Der OLED-Akku ist damit rund ein Viertel größer — ein Teil der besseren Laufzeit dieses Modells kommt schlicht daher und nicht allein vom sparsameren Display. Wer zwischen den Handhelds noch schwankt, findet die Einordnung im Vergleich von Steam Deck, Ally und Legion Go.

Der Kleber ist die eigentliche Hürde

Warum ein Akkutausch bei einem ansonsten gut reparierbaren Gerät als schwierig gilt, hat einen einzigen Grund: Der Akku ist festgeklebt. iFixit hat das schon beim ersten Zerlegen als Achillesferse des Geräts bezeichnet, weil die Zellen bei den Testgeräten ausgesprochen fest saßen.

Praktisch bedeutet das Geduld und Wärme statt Kraft. Gehebelt wird an den Stellen, die die Anleitung vorgibt, nicht an denen, an denen es gerade nachgibt — eine durchstoßene Zelle ist ein Sicherheitsproblem, kein Schönheitsfehler. Ein Satz Kunststoffhebel und ein ordentlicher Feinmechaniker-Schraubendreher gehören dazu; Werkzeugsätze für Feinmechanik* gibt es in großer Auswahl, und der Satz aus dem Reparaturkit ist die bequemere, aber nicht die einzige Lösung.

Entladt den Akku unter fünf Prozent, bevor ihr anfangt

Zwei Vorbereitungsschritte stehen vor dem ersten Schraubendreher, und beide dienen der Sicherheit:

  • Akku unter fünf Prozent entladen. Eine beschädigte Zelle mit wenig Restladung brennt schlechter. Das ist der ganze Grund.
  • Battery Storage Mode einschalten. Das Steam Deck lässt sich in einen Lagerungszustand versetzen, der das Gerät von der Zelle trennt. Wer diesen Schritt überspringt, arbeitet an einem verbundenen Akku.

Danach gilt die Anleitung Schritt für Schritt und in der angegebenen Reihenfolge. Die Schrauben sind unterschiedlich lang; wer sie nicht getrennt ablegt, sucht am Ende.

Selbst machen oder machen lassen?

Hier hilft eine ehrliche Selbsteinschätzung mehr als jede Anleitung.

Selbst machen lohnt für Leute, die schon Geräte geöffnet haben, Zeit ohne Termindruck haben und die Anleitung vorher ganz gelesen haben — nicht während der Arbeit. Das Originalteil und die dokumentierten Schritte machen den Tausch machbar, und ein neuer Akku ist deutlich billiger als ein neues Gerät.

Machen lassen ist die richtige Wahl bei Unsicherheit, bei Zeitdruck und immer dann, wenn das Gerät noch Garantie hat — ein eigenhändiger Eingriff kann sie kosten. Auch wer nur einmal im Jahr zum Schraubendreher greift, fährt mit einer Werkstatt besser.

Gar nicht machen ist ebenfalls eine Antwort. Ein Akku, der noch achtzig Prozent seiner Kapazität hat, ist kein Reparaturfall, sondern ein alternder Akku. Vor dem Eingriff lohnt der Blick darauf, ob das Problem wirklich die Zelle ist oder ob ein Spiel schlicht mehr verlangt als früher — dieselbe Abwägung wie bei der Frage, ob Aufrüsten oder Neukauf sinnvoller ist.

Was iFixit nicht beantwortet, ist die Frage nach dem Zeitpunkt: Ab welcher Restkapazität sich der Aufwand lohnt, hängt daran, wie lange das Gerät ohne Kabel durchhalten muss. Wer den Tausch hinter sich hat und sagen kann, wie lange er tatsächlich gebraucht hat, liefert damit die belastbarste Zahl — unten ist Platz dafür.

Quellen