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Amazon legt am 6. und 7. Oktober wieder zwei Rabatttage ein, offiziell „Prime Big Deal Days". Für den Prime Day Oktober gilt in diesem Jahr allerdings eine Besonderheit, die vorher wissen sollte, wer auf Arbeitsspeicher oder eine SSD wartet: Bei genau diesen Bauteilen ist die Marktlage so, dass ein echter Nachlass unwahrscheinlich ist.
Was in diesem Artikel nicht steht
Preise, Rabatthöhen und Verfügbarkeiten fehlen hier bewusst. Ohne Zugang zu Amazons Produktschnittstelle lassen sie sich nicht belegen, und eine Zahl, die in zwei Tagen falsch ist, hilft niemandem. Es geht um Methode und Einordnung.
Prime Day Oktober: 48 Stunden am 6. und 7., nur mit Prime-Mitgliedschaft
Der Ablauf ist derselbe wie im Sommer: Amazon nennt 48 Stunden, verteilt über den 6. und 7. Oktober, und Angebote in über 35 Kategorien. Zugriff haben ausschließlich Prime-Mitglieder; wer keine Mitgliedschaft hat, sieht die Aktionspreise nicht.
Der Termin ist der einzige harte Bestandteil dieser Meldung. Welche Geräte in welcher Kategorie auftauchen, gibt Amazon vorher nicht bekannt, und Listen, die das behaupten, sind Vermutungen.
Bei Arbeitsspeicher und SSD ist gerade nichts zu holen
Das ist der Punkt, der die zwei Tage in diesem Jahr von früheren unterscheidet. Die Speicherpreise sind seit 2025 massiv gestiegen: DDR4 kostet deutlich mehr als das Doppelte des Niveaus vom Sommer 2025, bei DDR5 ist es mindestens das Dreifache. Der Grund liegt nicht im Handel, sondern in der Produktion — die Hersteller lenken begrenzte Kapazitäten in Rechenzentren und KI-nahe Produkte, wo die Margen höher sind.
Ein Rabatttag ändert an einer Knappheit nichts. Wo ein Bauteil ohnehin schwer zu bekommen ist, hat der Händler keinen Anlass, den Preis zu senken, und ein Nachlass gegenüber einer hoch angesetzten Preisempfehlung ist keiner gegenüber dem Marktpreis von vorletztem Jahr. Wie sich das weiterentwickelt, steht in der Einordnung zu den RAM-Preisen 2026; für Grafikkarten gilt eine ähnliche Rechnung, nachzulesen in der Frage, ob man eine Grafikkarte kaufen oder warten sollte.
Notiert die Preise vorher, nicht während der zwei Tage
Die einzige Methode, die bei so einer Aktion zuverlässig funktioniert, kostet zehn Minuten Vorarbeit. Wer weiß, was ein Gerät in den Wochen davor gekostet hat, erkennt am 6. Oktober in Sekunden, ob ein Angebot eines ist.
- Vorher notieren, was das Wunschgerät aktuell kostet — beim Händler und woanders.
- Preisverlauf ansehen statt Prozentangaben zu glauben. Ein Nachlass wird gegen die Preisempfehlung des Herstellers gerechnet, nicht gegen den Straßenpreis der letzten Woche.
- Eine Obergrenze festlegen, bevor die Aktion läuft, und sie nicht während der 48 Stunden nach oben korrigieren.
- Zeitdruck misstrauen. Ein Zähler, der abläuft, ist ein Verkaufsmittel, kein Argument.
Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einem guten Kauf und einem, den man zwei Wochen später bereut.
Peripherie, Monitore, Handhelds
Sinnvoller als auf Bauteile aus der Knappheit zu hoffen, ist der Blick auf die Gerätegruppen, in denen es gerade keine Lieferprobleme gibt. Tastaturen, Mäuse, Headsets, Monitore und Handhelds werden normal produziert, und dort sind Nachlässe an solchen Tagen üblich.
Wer in einer dieser Gruppen ohnehin etwas sucht, sollte vorher wissen, welche Klasse zum eigenen Fall passt, statt sich am Aktionstag entscheiden zu müssen. Dafür liegen hier bereits Übersichten: zum Gaming-Monitor und der Frage, welcher zum Setup passt, zu Maus, Tastatur, Headset und Webcam von Logitech, zu den Handhelds von Steam Deck bis Legion Go und zu Streaming-Sticks und -Boxen. Wer stattdessen vor der größeren Entscheidung steht, findet sie in der Abwägung, ob sich Aufrüsten oder Neukauf lohnt.
Zum Stöbern in den Gerätegruppen führen diese Übersichtsseiten: Gaming-Tastaturen*, Gaming-Mäuse* und Gaming-Monitore*.
Wofür lohnt sich das Warten auf zwei Tage überhaupt?
Für Zubehör, das man ohnehin auf dem Zettel hat, und für Geräte, bei denen man den regulären Preis kennt. Nicht für Bauteile aus der Speicherknappheit, und nicht als Anlass, überhaupt erst nach etwas zu suchen — der zuverlässigste Weg, an einem Rabatttag Geld zu verlieren, ist die Reihenfolge umzudrehen und erst das Angebot zu sehen und dann den Bedarf dazu zu erfinden.
Wer eine Neuanschaffung länger vor sich herschiebt, hat noch ein Argument fürs Abwarten: Zwischen dem 6. Oktober und dem Schwarzen Freitag liegen sieben Wochen, und die Erfahrung der letzten Jahre spricht nicht dafür, dass die Oktober-Aktion die günstigere von beiden ist. Belegen lässt sich das für 2026 naturgemäß nicht.
Was sich hier nicht abschätzen lässt, ist, ob die Speicherknappheit bis zum Jahresende nachlässt. Wer an den zwei Tagen etwas findet, das dieser Einschätzung widerspricht, kann es unten festhalten — ein belegter Gegenbeleg ist mehr wert als eine Prognose.
