Star Citizen ist das teuerste Crowdfunding-Projekt der Spielegeschichte — und die Zahlen, mit denen dieser Beitrag ursprünglich argumentierte, sind längst überholt. Was 2023 als Ausreißer galt, ist inzwischen Normalzustand.
Stand: August 2026 Dieser Beitrag stammt aus dem Dezember 2023 und wurde aktualisiert. Die damals genannten 400 Millionen Dollar sind Vergangenheit — die Einnahmen haben sich seither mehr als verdoppelt.
Über eine Milliarde Dollar: Der Stand 2026
Der eigene Crowdfunding-Zähler von Roberts Space Industries weist inzwischen über 1,03 Milliarden US-Dollar aus, bei mehr als 6,6 Millionen registrierten Unterstützern. Die Milliardengrenze fiel im Mai 2026. Zum Vergleich: Der Betrag, über den dieser Artikel 2023 staunte, entspricht heute gut einem Drittel der Gesamtsumme.
Die aktuelle spielbare Fassung ist Alpha 4.10. Das Einzelspieler-Projekt Squadron 42 hat weiterhin kein festes Datum; Chris Roberts nannte im Mai 2026 Ende 2026 als Ziel, ohne es zuzusagen.
Das Muster wiederholt sich: 5.000 Dollar für ein Konzeptschiff
Der Anlass des ursprünglichen Beitrags — ein Paket für über 30.000 Euro — war kein Einzelfall, sondern der Anfang einer Reihe. Auf der DefenseCon 2026 verkaufte Cloud Imperium Games das Konzeptschiff Anvil Odin für 5.000 US-Dollar, in einer teureren Variante für 5.900. Das Schiff war zu diesem Zeitpunkt nicht spielbar; Interessenten mussten sich für einen eigens eingerichteten Käuferkreis bewerben.
Was von der Kritik von 2023 geblieben ist
Der Kern des alten Textes hat sich bestätigt: Die Sorge, das Spiel könne sich zu einem exklusiven Club für wohlhabende Spieler entwickeln, ist dreieinhalb Jahre später schlechter widerlegt als je zuvor. Gleichzeitig ist die damals implizite Prognose, die Fans würden sich abwenden, klar widerlegt — die Einnahmen sind seither stärker gestiegen als in jedem Jahr davor.
Für wen sich der Blick trotzdem lohnt
Wer Star Citizen als Weltraumspiel und nicht als Investition betrachtet, kommt mit einem Starterpaket im üblichen Vollpreisbereich hinein. Die teuren Pakete kaufen Schiffe, keinen Zugang. Für die Zielgruppe dieser Seite — Feierabendspieler mit begrenzter Zeit — ist die entscheidende Frage ohnehin eine andere: Ein Spiel in Alpha 4.10 nach vierzehn Jahren Entwicklung verlangt Geduld mit Bugs und Serverproblemen, nicht Geld.
Wer eine fertige Alternative im selben Genre sucht, findet sie in der Übersicht zu den Weltraum-MMOs 2026; einen konkreten Neuzugang beschreibt der Beitrag zu SpaceCraft, dem Weltraum-MMO im Überblick.
Der ursprüngliche Beitrag vom Dezember 2023
Das Weltraum-MMO Star Citizen ist seit 2012 in Entwicklung und hatte damals über 400 Millionen Dollar an Crowdfunding-Einnahmen gesammelt. Cloud Imperium Games veröffentlichte ein neues Paket für seine Unterstützer, das mehr als 30.000 Euro kostete und Zugang zu allen Schiffen, Extras und Vorteilen des Spiels bot.
Die Entscheidung sorgte für Aufregung. Einige Fans waren begeistert, weil das Paket ihnen das vollständige Star-Citizen-Erlebnis bot. Andere empfanden es als zu teuer und unverschämt. Die Kritik war berechtigt: 30.000 Euro sind eine Summe, die nur sehr wenige aufbringen können, und die exklusiven Inhalte waren nicht erforderlich, um das Spiel zu genießen.
