Elf Jahre nach dem Start wird Geralts bekanntestes Abenteuer anspruchsvoller: Am 29. September erscheint das kostenlose Upgrade auf die überarbeitete Fassung, und die The Witcher 3 Remastered Systemanforderungen ziehen die Untergrenze deutlich nach oben. Windows 11, DirectX 12 und eine SSD sind dann Pflicht. Wer das Spiel auf einem älteren Rechner besitzt, sollte vor dem Update prüfen, ob die eigene Hardware mitkommt.

The Witcher 3 Remastered Systemanforderungen: Minimum und Empfehlung

CD Projekt Red hat die neue Mindestausstattung auf seiner Support-Seite veröffentlicht. Die empfohlenen Werte wurden zur Ankündigung genannt und von mehreren Fachmedien übereinstimmend wiedergegeben.

Komponente Minimum Empfohlen
Betriebssystem Windows 11, 64 Bit Windows 11, 64 Bit
Prozessor Intel Core i5-8400 / AMD Ryzen 5 2600 Intel Core i7-8700K / AMD Ryzen 5 3600X
Grafikkarte GeForce GTX 1660 / Radeon RX 5500 XT 8 GB GeForce RTX 2060 Super / Radeon RX 6600 XT / Intel Arc B580
Videospeicher 6 GB nicht gesondert angegeben
Arbeitsspeicher 12 GB 16 GB
Speicherplatz 70 GB auf SSD 70 GB auf SSD
Grafik-API DirectX 12 DirectX 12

Zu welcher Auflösung und Bildrate diese Stufen gehören, nennen die Angaben nicht. Das ist wichtig beim Vergleich mit dem eigenen Rechner, denn eine GTX 1660 im Minimum sagt noch nichts darüber, wie flüssig das Spiel in 1440p läuft.

12 GB RAM und 70 GB SSD als neue Untergrenze

Zum Vergleich: Die bisherige Mindestausstattung von The Witcher 3 begnügte sich mit 6 GB Arbeitsspeicher, 50 GB Speicherplatz und einer GeForce GTX 660. Selbst die Stufe mit DirectX 12 verlangte bisher nur 8 GB RAM und eine GTX 970. Beim Arbeitsspeicher verdoppelt sich das Minimum damit, dazu kommt die SSD-Pflicht.

Die Begründung von CD Projekt Red ist nachvollziehbar: SSDs bieten kürzere Ladezeiten und ein flüssigeres Nachladen von Spielinhalten. Festplatten werden deshalb nicht mehr unterstützt. Wer 12 GB oder 16 GB Arbeitsspeicher erst nachrüsten müsste, trifft auf einen ungünstigen Zeitpunkt, wie der Beitrag zu den RAM-Preisen 2026 zeigt.

Windows 10 und DirectX 11 fallen weg

Die einschneidendste Änderung betrifft nicht die Hardware, sondern das System. Mit dem Update setzt The Witcher 3 ausschließlich auf DirectX 12 und verlangt Windows 11. CD Projekt Red verweist dabei auf das Ende des Supports für Windows 10 durch Microsoft am 14. Oktober 2025.

Betroffen sind etwa Rechner, die zwar leistungsfähig genug wären, aber aus Gründen wie einem fehlenden TPM-Chip nie auf Windows 11 umgestellt wurden. Wie ältere Spiele unter Windows 11 wieder zum Laufen kommen, erklärt der Beitrag zu alten Spielen unter Windows 11.

Läuft die alte Fassung weiter?

Ja, mit einem Umweg. Laut CD Projekt Red lässt sich auf eine frühere Version des Spiels zurückwechseln, die Anleitung dazu liegt auf der Support-Seite. Für Rechner, die die neuen Anforderungen nicht erfüllen, ist das der Weg, das Spiel weiter zu nutzen.

Das Upgrade selbst ist kostenlos für alle Besitzer auf GOG, Steam, im Epic Games Store, auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Besitzer der Switch-Fassung können die Remastered-Version auf der Switch 2 beanspruchen. Dazu kommt ein Punkt, der leicht untergeht: Alle Besitzer des Grundspiels erhalten die beiden Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine kostenlos.

Path Tracing, DLSS 4.5 und Frame Generation

Am PC bekommt das Remaster exklusiv Echtzeit-Path-Tracing sowie Unterstützung für DLSS 4.5 samt Ray Reconstruction. Eine eigene Anforderungsstufe für Path Tracing hat CD Projekt Red bislang nicht veröffentlicht. Frame Generation setzt laut Berichten eine GeForce ab der RTX-40-Serie voraus.

Damit ergibt sich ein zweigeteiltes Bild. Die Grundanforderungen bleiben für einen Mittelklasse-PC der letzten Jahre erreichbar. Das volle Grafikpaket mit Path Tracing dürfte dagegen nur mit aktuellen Grafikkarten sinnvoll laufen. Ob sich dafür ein Kauf lohnt, beantwortet der Beitrag Grafikkarte kaufen oder warten.

Prüft vor dem 29. September drei Dinge am eigenen Rechner

  1. Windows-Version: Unter Einstellungen → System → Info steht, ob Windows 10 oder 11 läuft. Windows 10 unterstützt das Remaster nicht mehr.
  2. Laufwerk: Liegt das Spiel auf einer Festplatte, muss es auf eine SSD mit mindestens 70 GB freiem Platz umziehen.
  3. Arbeitsspeicher: Unter 12 GB ist das Minimum nicht erfüllt, für die empfohlenen Werte braucht es 16 GB.

Fällt einer der Punkte durch, bleibt die ältere Version als Ausweg. Die kostenlosen Erweiterungen knüpft die Ankündigung an den Besitz des Grundspiels, eine Hardware-Bedingung wird dafür nicht genannt.

Quellen