Du willst Project Zomboid Server einrichten, damit deine Freunde auch dann spielen können, wenn du gerade offline bist? Ein Dedicated Server macht das möglich. Die Welt läuft dauerhaft weiter, und jeder steigt ein, wann er Zeit hat. Hier bekommst du den Weg Schritt für Schritt, von SteamCMD bis zur Frage, ob Selbsthosten oder Mieten für dich besser ist.
Project Zomboid Server einrichten: Das brauchst du vorher
Der Server ist ein eigenes Steam-Programm und hat nichts mit dem Spiel selbst zu tun. Du installierst ihn über SteamCMD, und zwar anonym, ein Steam-Login ist nicht nötig. Die App-ID des Servers lautet 380870.
Plane außerdem ein, auf welchem Rechner er laufen soll. Ein alter PC, ein Mini-PC oder ein Linux-Server reichen für kleine Gruppen meist aus. Wichtig ist, dass die Kiste durchläuft. Sonst hast du am Ende nur einen Host mit anderem Namen.
Prüfe außerdem, welche Spielversion deine Gruppe nutzt. Server und Client müssen zusammenpassen. Das gilt besonders, wenn ihr zwischen der stabilen Version und dem Beta-Zweig von Build 42 wechselt.
Installation mit SteamCMD
Lade SteamCMD herunter und lege einen eigenen Ordner dafür an. Dann startest du es und lässt den Server in ein Zielverzeichnis installieren. Die Befehle dafür sind der anonyme Login, das Installationsverzeichnis und danach app_update 380870 validate.
Wenn du Build 42 testen willst, hängst du den passenden Beta-Zweig an den Update-Befehl. Die genaue Syntax findest du in der offiziellen Dokumentation. Sie ändert sich gelegentlich, deshalb lohnt der kurze Blick vor dem Start.
Wer schon einmal einen Server für andere Spiele aufgesetzt hat, kennt das Prinzip. Ähnlich läuft es beim Palworld Dedicated Server mit SteamCMD, Port und Config oder beim Valheim Dedicated Server.
Erster Start und Admin-Zugang
Beim ersten Start über das Start-Skript im Serverordner (unter Windows die Batch-Datei, unter Linux das Shell-Skript) legt der Server seine Dateien an. Er fragt dich nach einem Admin-Passwort. Merk es dir gut, denn damit verwaltest du später Spieler, Whitelist und Einstellungen im Spiel.
Danach fährst du den Server wieder herunter und passt die Konfiguration an. Das geht sauberer, als bei laufendem Betrieb zu editieren.
Ports und Firewall
Der Hauptport ist 16261/UDP. Der Begleitport 16262 wird automatisch daneben genutzt. Am sichersten ist es, beide UDP-Ports in Router und Firewall freizugeben, so wie es auch die Community-Wiki empfiehlt.
Unter Linux erledigst du das mit UFW in zwei Zeilen. Unter Windows legst du eine eingehende Regel in der Firewall an. Im Router richtest du eine Portweiterleitung auf die lokale IP des Servers ein.
Vergib dem Server im Heimnetz eine feste IP. Sonst wechselt die Adresse nach einem Neustart, und die Weiterleitung läuft ins Leere. Wenn dein Anbieter dich hinter CGNAT versteckt, kommen von außen keine Verbindungen an. Dann hilft nur eine andere Lösung, etwa ein gemieteter Server.
Konfiguration: servertest.ini und Sandbox
Im Ordner Zomboid/Server in deinem Benutzerverzeichnis liegen drei Dateien, die du kennen solltest:
- servertest.ini regelt Ports, Spielerzahl, Passwort, PvP, Mods und Karte.
- servertest_SandboxVars.lua bestimmt die Welt, also Zombiedichte, Loot, Tageslänge und XP.
- servertest_spawnregions.lua legt fest, wo Spieler starten dürfen.
Stell zuerst Servername, Passwort und maximale Spielerzahl ein. Entscheide dann, ob PvP an sein soll. In einer Koop-Runde ist es meist besser, es abzuschalten, sonst endet der erste Streit um eine Konservendose blutig.
Mods trägst du in der ini ein, und zwar sowohl die Workshop-IDs als auch die Mod-Namen. Fang mit wenigen an und teste sie, bevor die ganze Gruppe darauf wartet.
Arbeitsspeicher
Die Speichergrenze steht in der JSON-Datei des Servers. Mit wenigen Spielern und ohne Mods reichen die Standardwerte oft. Mit vielen Mods oder größeren Gruppen solltest du den Wert nach oben setzen und beobachten, ob der Server stabil bleibt.
Verbinden und verwalten
Starte den Server, warte bis er meldet, dass er bereit ist, und trag dann deine öffentliche IP im Spiel unter „Beitreten“ ein. Deine Freunde machen dasselbe und nutzen das Serverpasswort. Im LAN testest du vorher mit der lokalen Adresse.
Mach regelmäßig Backups des Speicherstands. Kopiere dafür den Ordner mit der Welt, am besten bevor du Mods oder die Spielversion änderst. Das dauert eine Minute und spart dir im Zweifel Wochen an Überlebensgeschichte.
Selbst hosten oder mieten?
Selbsthosten kostet dich kein Geld für Miete, aber Strom, Zeit und Nerven. Du kümmerst dich um Updates, Ports und Abstürze. Dafür hast du volle Kontrolle und lernst viel.
Mieten lohnt sich, wenn du keine Portfreigabe hast, die Gruppe größer ist oder der Server rund um die Uhr stabil laufen soll. Dann übernimmt der Anbieter Updates und Bandbreite. Du zahlst monatlich, hast aber meist in Minuten eine laufende Welt.
Meine Faustregel: Für vier bis sechs Freunde mit eigenem Mini-PC und freiem Router-Zugriff lohnt sich Selbsthosten. Alles andere klappt gemietet entspannter. Ähnliche Abwägungen findest du auch bei Enshrouded und StarRupture.
Läuft euer Project-Zomboid-Server schon, oder hängt ihr noch an der Portfreigabe? Schreib uns in die Kommentare, welche Mods und Sandbox-Einstellungen bei euch laufen.
