Ein Host, der immer online sein muss, ist bei Survival-Runden mit unregelmäßigen Zeiten das eigentliche Problem: Wer nicht da ist, blockiert die Welt für alle anderen. Ein Sons of the Forest Dedicated Server löst das, kostet keine zweite Spiellizenz und läuft auf erstaunlich bescheidener Hardware.
Stand: 11. Oktober 2026 — keine offizielle Dokumentation
Endnight veröffentlicht keine eigene Serveranleitung. Die Schritte unten stammen aus der deutschsprachigen Steam-Community-Anleitung; die Port-Angaben unterscheiden sich je nach Quelle, weshalb weiter unten steht, wo die verbindlichen Werte tatsächlich stehen.
Sons of the Forest Dedicated Server: Installation über SteamCMD
Der Serverteil ist ein eigenes Werkzeug und wird über SteamCMD geladen, nicht über die Spielbibliothek. Eine zweite Lizenz braucht es dafür nicht — der Login läuft anonym.
- SteamCMD herunterladen und in einen eigenen Ordner entpacken, nicht irgendwohin.
- Anonym anmelden mit
login anonymous. - Zielordner festlegen, etwa mit
force_install_dir ./sotf_ds/. - Serverdateien laden mit
app_update 2465200 validate. - SteamCMD verlassen mit
exit.
Die 2465200 ist die Kennung des Server-Werkzeugs, nicht die des Spiels — das Spiel selbst läuft unter 1326470. Die beiden zu verwechseln ist der häufigste Fehlstart.
4 GB RAM, 4 Kerne, 4 GB Plattenplatz
| Ressource | Mindestwert |
|---|---|
| Arbeitsspeicher | 4 GB |
| Prozessorkerne | 4, mindestens 2,3 GHz |
| Festplattenplatz | 4 GB |
Das ist wenig, und es ist die gute Nachricht dieser Anleitung: Ein alter Rechner oder ein kleiner Mietserver reicht. Zum Vergleich verlangt ein Valheim-Server in derselben Größenordnung, während neuere Titel wie StarRupture deutlich mehr wollen.
Die Startdatei entscheidet, wo die Spielstände landen
Der Server wird nicht über die mitgelieferte Startdatei gestartet, sondern über eine eigene — und dafür gibt es einen handfesten Grund: Sonst legt der Server seine Spielstände außerhalb des Serverordners ab, und man sucht sie nach dem ersten Umzug.
Eine eigene .bat-Datei im Serverordner erledigt das. Sie schreibt die Spielkennung in eine steam_appid.txt, setzt SteamAppId und SteamGameId auf 1326470 und startet dann SonsOfTheForestDS.exe mit dem Zusatz -userdatapath ./userdatacustom. Genau dieser Zusatz sorgt dafür, dass alles im Serverordner bleibt.
Beendet wird der Server mit Strg+C, nicht durch Schließen des Fensters.
Lest die Ports aus eurer dedicatedserver.cfg, nicht aus Anleitungen
Hier ist Vorsicht angebracht, und das gehört offen gesagt: Die kursierenden Anleitungen nennen unterschiedliche Ports. Einige sprechen von 8766 für das Spiel, 9700 für den Abgleich und 27016 für Abfragen, andere von TCP 27015 und 27036 sowie UDP 27015 und 27031 bis 27036. Eine offizielle Festlegung von Endnight, an der sich das entscheiden ließe, gibt es nicht.
Die verlässliche Quelle steht auf der eigenen Platte: Beim ersten Start erzeugt der Server die Datei dedicatedserver.cfg im Ordner userdata. Dort stehen Servername und Ports so, wie dieser Server sie tatsächlich benutzt. Genau diese Werte gehören in die Freigaben von Firewall und Router — nicht die aus einem Text, der womöglich eine ältere Fassung beschreibt.
Wer den Server nur im Heimnetz betreiben will, setzt in derselben Datei "LanOnly" von false auf true und spart sich die Portfreigabe ganz.
Lohnt ein eigener Server für eine kleine Runde?
Für zwei Leute, die ohnehin meist gemeinsam spielen, lohnt er selten — da genügt es, wenn immer dieselbe Person hostet. Der Aufwand rechnet sich ab drei bis vier Leuten mit auseinanderlaufenden Zeiten, weil dann regelmäßig jemand weiterspielen will, während der Host gerade nicht kann.
Das zweite Argument ist der Spielstand. Auf einem eigenen Server liegt die Welt an einer Stelle, die man selbst sichern kann, statt in den Benutzerdaten eines einzelnen Rechners. Wer schon einmal eine gewachsene Basis verloren hat, weiß, was das wert ist.
Gegen den eigenen Server spricht die Trennung der Plattformen: Konsolenspieler kommen auf einen PC-Server nicht, und daran ändert auch ein Server nichts — der Stand dazu steht im Beitrag zum Crossplay in Sons of the Forest. Beim Vorgänger ist die Lage übrigens dieselbe, nachzulesen zum Crossplay in The Forest. Wer in gemischten Gruppen spielt, löst damit ein anderes Problem als das, das er hat.
Was diese Anleitung nicht leisten kann, ist eine Aussage zur aktuellen Fassung: Endnight hat seit Anfang 2025 keine Serveraktualisierung mehr angekündigt. Wer feststellt, dass sich an Dateinamen oder Ports etwas geändert hat, kann es unten festhalten; dann steht die Korrektur direkt neben der Anleitung.
